Erstellt am 17. November 2010, 09:05

Post AG mit stabilem Ergebnis. Die Österreichische Post hat in den ersten neun Monaten 2010 Umsatz und Ergebnis stabil gehalten und geht von einem minimal rückläufigen Jahresergebnis aus. Im dritten Quartal gab es ein deutliches Ergebnisplus.

In Wieselburg (Bild) und Scheibbs entstehen BAWAG-PSK-Post-Filialen, für die Übernahme der Geschäfte der verbliebenen Postämter im Bezirk werden Postpartner gesucht.EPLINGER  |  NOEN
Von Jänner bis September gab der Umsatz um 0,6 Prozent auf 1,713 Mrd. Euro nach, Das Betriebsergebnis (Ebit) legte um 1,2 Prozent auf 94,8 Mio. Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieb mit 168,9 Mio. Euro konstant gegenüber den ersten drei Quartalen des Vorjahres, teilte das börsenotierte teilstaatliche Unternehmen ad hoc mit.

"Das Wachstum in Paket & Logistik konnte Rückgänge in anderen Bereichen nahezu kompensieren. Es ist darüber hinaus gelungen, durch effizienzsteigernde Maßnahmen entgegenzuwirken, und sowohl Sachkosten als auch operative Personalkosten zu senken", so Postchef Georg Pölzl. Im dritten Quartal sei es geschafft worden, das Ebit um 10,9 Prozent anzuheben, der Umsatz sei mit einem Minus von 0,7 Prozent nahezu stabil geblieben.

Die Post verfügte per Ende September 2010 über einen Zahlungsmittelüberschuss von 266,5 Mio. Euro und steigerte den Cash-Flow aus dem Ergebnis vor Steuern um 12,1 Prozent auf 164,8 Mio. Euro. "Ziel ist es, auch weiterhin ein hervorragendes Service aufrechtzuerhalten und die Ertragssituation des Konzerns in der angepeilten Bandbreite einer 10- bis 12-prozentigen Ebitda-Marge zu halten", gibt Pölzl die Stoßrichtung vor.

Der operative Personalaufwand konnte im Neunmonatsvergleich um etwa 20 Mio. Euro reduziert werden. Im Durchschnitt der ersten neun Monate erfolgte eine Personalreduktion um 938 auf 25.161 Mitarbeiter. Diverse Aufwände an Sozialplanleistungen beliefen sich auf etwa 30 Mio. Euro, geht aus der Ad-hoc-Meldung hervor.

Für das vierte Quartal 2010 und somit auch für das Geschäftsjahr 2010 geht die Post von den gleichen Trends aus, die bereits in den letzten Quartalen zu erkennen waren. "Aus der Summe an rückläufigem Brief- und Filialgeschäft sowie steigendem Paketvolumen wird ein Konzernumsatz für 2010 von 1 bis 2 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2009 erwartet. Gemäß der Tendenz der ersten drei Quartale, scheint es realistisch, ein Konzern-EBIT auf Vorjahresniveau zu erzielen", rechnete Pölzl vor.

Künftig will die Post ihren Geschäftskunden im Briefsektor formatbasierte Tarife anstelle der derzeitigen gewichtsabhängigen Preise verrechnen. "Im Vordergrund stehen Standardformate, die dem Kunden eine einfache und transparente Preisfindung bieten. Wie international üblich sollen darüber hinaus Geschäftskunden künftig über die Zustellgeschwindigkeit entscheiden können. Ein "Premium-Produkt" sichert die Briefzustellung am nächsten Werktag, ein günstigeres "Economy-Produkt" wird für die Briefzustellung innerhalb von zwei bis drei Tagen angeboten. Die Finalisierung und Veröffentlichung des neuen Produktportfolios wird Anfang nächsten Jahres erfolgen", so die Post AG.

Der Aufsichtsrat der Post hatte am gestrigen Dienstag Dipl.-Ing. Peter Umundum (46) zum neuen Paket-&-Logistik-Vorstand per 1. April 2011 bestellt. Der gelernte Informatiker und ehemalige Zeitungsmanager Umundum, der bereits seit fünf Jahren bei der Post - in der Brief-Division - tätig ist, folgt in seiner neuen Funktion Dipl.-Bwt. Carl-Gerold Mende (53) nach, der per 31. März seine Vorstandsfunktion wie berichtet zurücklegt.