Erstellt am 17. April 2012, 03:08

Post bringt Aktionären 10 Cent mehr je Aktie. Bei der Hauptversammlung der Österreichischen Post am Dienstag werden Postchef Georg Pölzl und Aufsichtspräsident Markus Beyrer den Aktionären einen Dividendenanstieg von 1,60 auf 1,70 Euro je Aktie vorschlagen.

Die höhere Ausschüttung wird mit der guten Bilanz 2011 gerechtfertigt. Die Post AG konnte im Vorjahr das Betriebsergebnis (EBIT) um 7,3 Prozent auf 168,3 Mio. Euro steigern.

Der Ausblick für heuer ist gut, erwartet wird ein stabiler bis leicht steigender Umsatz. Die Post segelt im Gegensatz zur ebenfalls teilstaatlichen Telekom Austria in ruhigen Gewässern. Die Aufregung um Postämterschließungen hat sich weitgehend gelegt, von Korruptionsvorwürfen blieb das Unternehmen verschont.

Nach wie vor eine Baustelle ist der Personalbereich. Nachdem bisher weniger Mitarbeiter als von Pölzl erhofft zum Bund gewechselt sind - Stichwort "Postler zur Polizei" - sorgt auch die zunehmende Automatisierung bei der Kuvertierung von Werbesendungen für weniger Arbeitsaufwand. Über die Folgen verhandeln Pölzl und Postgewerkschaft seit längerem, für 24. April ist die nächste Runde geplant.