Erstellt am 21. Februar 2011, 21:06

Post erhöht Brief-Porto für Einzelbrief. Die Österreichische Post wird ab 1. Mai neue Porti für die Briefzustellung einführen. Im Zuge der Produktneugestaltungen erhöht sich das vergleichbare Porto für einen 20-Gramm-Einzelbrief von bisher 55 auf 62 Cent.

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Ab Mai wird es dann nur mehr fünf Standardformate geben, an denen sich die Höhe des zu entrichtenden Beförderungsentgeltes richten wird. Bisher gab es 14 Produkttarife. Die Post verspricht sich dadurch, den Mitbewerbern im liberalisierten Markt noch konkurrenzfähiger gegenübertreten zu können, wie sie am Montagabend mitteilte. Es sei dies die erstmalige Veränderung der Produkt- und Tarifstruktur im Inland seit 2003.

Ab 1. Mai richtet sich das Brief-Porto nach fünf Standardformaten: Standard, Standard+, Maxi, Maxi+ und Großbrief. Damit wolle man Selbstbedienungsfähigkeit und erleichterte Abgabe unterstützen, so die Post. Die ersten vier Tarifstufen sind so konzipiert, dass die Sendungen in die Hausbrieffachanlage passen. Mit der fünften Tarifstufe (Großbrief) sollen alle Sonderwünsche abgedeckt werden. Darüber hinaus werde eine übersichtliche Frankierung aller weltweiten Destinationen mit nur sechs Markenwerten gewährleistet, bisher waren 15 Markenwerte notwendig, so die Post weiter.

Geschäftskunden haben künftig die Wahl zwischen verschiedenen Zustellgeschwindigkeiten. Ein "Premium-Produkt" sichert die Briefzustellung am nächsten Werktag, ein günstigeres "Economy-Produkt" für größere Mengen wird für die Briefzustellung innerhalb von zwei bis drei Tagen angeboten.

Für den Privatkunden bleibt das Premium-Produkt entsprechend den Vorgaben des Universaldienstes mit der Zustellung am nächsten Werktag aufrecht und wird künftig 62 Cent statt bisher 55 Cent kosten. Ab 1.000 Stück wird der Standard-Inlandsbrief mit der längeren Laufzeit auf 57 Cent pro Stück kommen.

Weitere Produkte sind der Standard Plus-Brief mit 80 Cent (Economy) und 90 Cent (Premium), der Maxi-Brief mit 1,25 Euro bzw. 1,45 Euro bis hin zum "Maxi plus-Brief" von 2,60 Euro oder 2,90 Euro.

Eine weitere Wahlmöglichkeit für den Kunden bietet der "Großbrief". Dieses Briefprodukt zum Preis von 3,80 Euro kann um 40 Cent günstiger als ein herkömmliches Paket versandt werden (3,80 Euro statt 4,20 Euro).

Durchschnittshaushalt zahlt 2 Euro im Jahr mehr
Postchef Georg Pölzl hat die Erhöhung der Postgebühren verteidigt. Dies ist die erste Portoanhebung seit dem Jahr 2003, seitdem sind allein die Arbeitskosten der Post um über 15 Prozent gestiegen. Der Standardbrief sei aber nur um 13 Prozent teurer geworden. Ein Durchschnittshaushalt gibt jährlich 18 Euro für das Briefporto aus, mit 1. Mai erhöhen sich die Ausgaben um 2 Euro, rechnete Pölzl vor und sprach von einer "geringfügigen Preisanpassung". In Norwegen koste etwa ein Standardbrief 1,06 Euro, in Österreich künftig 0,62 Cent.

Grundsätzlich sei beim Briefgeschäft ein Mengenrückgang von drei bis fünf Prozent zu beobachten, während die Zahl der adressierten Werbung zunehme. Haken daran laut Pölzl: Briefe sind ein Hochpreissegment, während adressierte Werbung nur geringe Margen aufweist. Beim Brief müsse ein Durchschnittswert für ganz Österreich gefunden werden - so koste die Zustellung in Wien gerade mal die Hälfte der 62 Cent Portogebühr, in Gebirgstäler allerdings das dreifache, betonte Pölzl.

Künftig will der Post-Chef das Service weiter ausbauen. Beispielsweise werden Selbstabholboxen für Wohnhausanlagen angedacht, in denen der Postler die Pakete hinterlegen kann, wenn der Adressat nicht da ist. Die Kunden bekommen im Brieffach eine Benachrichtigung über die Hinterlegung inklusive eines Codes, mit dem sie dann die Box öffnen können. Vorteil: Der Gang mit dem Gelben Zettel zum nächsten Postamt entfällt. Außerdem will die Post die Wartezeiten in den Ämtern verkürzen. Künftig könnte es auch bei mehreren geöffneten Schaltern nur mehr eine Warteschlange geben - wodurch, egal welcher Schalter gerade frei wird - der Kunde der nächste ist, der als Erster in der Reihe steht.

Angedacht ist auch, Kunden vor einer Paketzustellung via SMS zu informieren. Offen ist noch die seit langem im Raum stehende Abendzustellung. Hier müsse es aber erst Gespräche der Sozialpartner geben, mahnte Pölzl Geduld ein.

Wie berichtet haben Geschäftskunden künftig die Wahl zwischen verschiedenen Zustellgeschwindigkeiten. Ein "Premium-Produkt" sichert die Briefzustellung am nächsten Werktag, ein günstigeres "Economy-Produkt" für größere Mengen wird für die Briefzustellung innerhalb von zwei bis drei Tagen angeboten.

Für den Privatkunden bleibt das Premium-Produkt entsprechend den Vorgaben des Universaldienstes mit der Zustellung am nächsten Werktag aufrecht und wird künftig 62 Cent statt bisher 55 Cent kosten. Ab 1.000 Stück wird der Standard-Inlandsbrief mit der längeren Laufzeit auf 57 Cent pro Stück kommen. Weitere Produkte sind der Standard Plus-Brief mit 80 Cent (Economy) und 90 Cent (Premium), der Maxi-Brief mit 1,25 Euro bzw. 1,45 Euro bis hin zum "Maxi plus-Brief" von 2,60 Euro oder 2,90 Euro. Eine weitere Wahlmöglichkeit für den Kunden bietet der "Großbrief". Dieses Briefprodukt zum Preis von 3,80 Euro kann um 40 Cent günstiger als ein herkömmliches Paket versandt werden (3,80 Euro statt 4,20 Euro).

Das Angebot in den Postämtern vom Textmarker bis zum Briefkuvert soll aufrecht bleiben, aber ein wenig gestrafft werden und sich mehr am unmittelbaren Angebot der Post orientieren. Keine Änderungen soll es hingegen bei den Sozialplänen geben. Ein Angebot wie bei der ebenfalls teilstaatlichen Post, mit 53 Jahren sich bei 60 bis 70 Prozent der Bezüge karenzieren zu lassen, sei nicht geplant.

Pölzl präsentierte am heutigen Dienstag vor Journalisten auch eine Umfrage der Post, an der knapp 300.000 Personen teilgenommen haben. Demnach erhält jeder Zweite regelmäßig Pakete. 95 Prozent der Österreicher entleeren täglich ihren Briefkasten, zum überwiegenden Teil am Vormittag. Mit der Briefzustellung seien 94 Prozent zufrieden, mit dem Paketdienst 87 Prozent. Allerdings haben vier von fünf Kunden kein Problem mit den Gelben Zetteln.