Erstellt am 30. Dezember 2010, 13:54

Post hebt ab 1. 1. kein Strafporto mehr ein. Briefe, die nicht oder zu gering frankiert sind, werden ab 1. Jänner 2011 an den Absender zurück geschickt. Bisher wurde dafür beim Empfänger ein "Nachentgelt" (vulgo "Strafporto") kassiert.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Dies ist laut Post aber nicht kundenfreundlich, da der Empfänger, wenn er vom Postzusteller nicht angetroffen wird, mittels "Gelben Zettels" ins Postamt gebeten werden muss, um den Brief samt Nachentgelt zu erhalten.

Außerdem betreffe die Falsch-Frankierung nur einen Bruchteil der Sendungen, und deren Abwicklung sei mit sehr hohem Aufwand verbunden. Der überwiegende Anteil der Briefsendungen seien ohnehin Firmenpost, und hier gebe es keine Probleme. Übrigens: Wer zu hoch frankiert, muss sich keine Gedanken machen, dies wird von der Post ignoriert.

Die nächste größere Änderung für Postkunden gibt es am 1. April 2011. Dann wird bei Briefen nach Format statt Gewicht sowie nach der Geschwindigkeit der Zustellung verrechnet. Die damit verbundenen neuen Tarifmodelle hat die Post AG mittlerweile bei der Regulierungsbehörde für den Postmarkt eingereicht. Keine Änderung gibt es vorerst beim Wettbewerb beim Briefversand bis zu einem Briefgewicht von 50 Gramm. Obwohl die teilstaatliche börsenotierte Post mit 1. Jänner hier ihr Monopol verliert, ist kein Mitbewerber in Sicht. Postchef Georg Pölzl geht aber davon aus, dass diese kommen werden - allerdings nur in den lukrativen Ballungsgebieten.