Erstellt am 19. August 2011, 08:52

Post mit starken Zahlen im 1. Halbjahr. Die Österreichische Post glänzt mit einer guten Halbjahresbilanz. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 9,1 Prozent auf 81,3 Mio. Euro zu, der Umsatz wuchs um 2,9 Prozent auf 1,138 Mrd. Euro und das Periodenergebnis verbesserte sich um 14,7 Prozent auf 62 Mio. Euro.

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Der Cash-Flow aus dem Ergebnis verzeichnete ein Plus von 15,5 Prozent auf 93,3 Mio. Euro. Negativer Ausreißer ist einmal mehr das Filialgeschäft mit einem Umsatzminus von 6,2 Prozent auf 75 Mio. Euro. Der negative Trend setzte sich auch im 2. Quartal fort. Für das Gesamtjahr prognostiziert Postchef Georg Pölzl ein konzernweites Umsatzwachstum von 2,9 Prozent und eine Ebitda-Marge "am oberen Ende der Zielbandbreite von zehn bis zwölf Prozent".

Den größten Umsatzanstieg im ersten Halbjahr 2011 verzeichnete die Division Paket & Logistik mit 6,2 Prozent, gefolgt von der Division Brief mit 2,1 Prozent. Das EBIT im Bereich Brief verbesserte sich um 10,2 Prozent, jenes der Abteilung Paket & Logistik um 69,3 Prozent, im Sektor Filialnetz gar um 33,7 Prozent - "nicht zuletzt aufgrund der konsequent durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen", so Pölzl am Freitag in einer Aussendung. Er rechnete vor: "Denn von den nunmehr 1.876 Geschäftsstellen werden bereits 1.212 von Post-Partnern geführt, um 456 mehr als vor einem Jahr."

In den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres sank nicht nur die Zahl der Ämter, sondern auch die Personalkosten. Sie haben sich um 6,1 Mio. Euro reduziert. "Operative Einsparungen ergaben sich durch die Ausnutzung der Fluktuation im Unternehmen, auf vergleichbarer Basis reduzierte sich der Personalstand um 786 auf 23.250 Mitarbeiter", teilte das teilstaatliche börsenotierte Unternehmen im Vorfeld einer Pressekonferenz mit.

Die Post AG erwartet, dass das Sendungsvolumen bei adressierten Briefen in Österreich um drei bis fünf Prozent zurückgehen wird - "primär bedingt durch elektronische Substitution und einen Rückgang im Bereich hochwertiger Produkte", hieß es zum Ausblick auf das Gesamtjahr. "Eine positive, primär konjunkturell getriebene Entwicklung zeichnet sich hingegen bei Paketen und Werbesendungen ab", so das Unternehmen. Seit Jahresbeginn ist der Postmarkt in Österreich völlig liberalisiert, wodurch die Post auch ihr letztes Monopol verloren hat - jenes auf Briefe bis 50 Gramm.