Erstellt am 22. Dezember 2011, 11:52

Postbus-Betriebsrat gegen Privatisierungspläne. Der steigende Spardruck auf die Bundesbahnen ruft auch die Belegschaftsvertretung des ÖBB-Postbus auf den Plan.

Zentralbetriebsrat Robert Wurm sind vor allem die Privatisierungsansinnen der ÖVP ein Dorn im Auge, die ja laut einem internen Papier gerne den Postbus sowie die bahneigenen Kraftwerke und Immobilien verkaufen würde - nebst Frühpensionierungs- und Aufnahmestopp.

Es könne nicht angehen, wetterte Wurm, kurz vor Weihnachten die 4.200 Postbus-Mitarbeiter derart zu verunsichern. Er forderte ein klares Statement von Verkehrsministerin Bures, "dass die SPÖ nicht an eine Privatisierung denkt", sagte er am Donnerstag und droht mit Betriebsversammlungen nach den Feiertagen.

"Wir sind schon dreimal verkauft worden und die einzige Firma im ganzen ÖBB-Konzern, die positiv bilanziert", so Wurm zur APA. Sollte bis nach Weihnachten "nicht geklärt sein", wie es puncto Sparpläne weitergeht, will er "den Mitarbeitern in Form von Betriebsversammlungen erklären: 'Wir brauchen keine Angst haben.'" Dort will Wurm auch klarmachen, "dass das Pensionsthema bei uns kein Thema ist"; das Antrittsalter im Postbus liege bei 60 Jahren.