Erstellt am 20. Oktober 2011, 15:04

Postchef Pölzl: Mobbingvorwurf ist eine "Lüge". Postchef Georg Pölzl hat heute mit Unverständnis und Empörung auf die Vorwürfe von Belegschaftsvertretern reagiert, wonach ältere Mitarbeiter aus dem Unternehmen "gemobbt" würden. Pölzl meinte, dies sei eine "glatte Lüge".

 Es würden lediglich Gespräche mit weniger als 20 Mitarbeitern geführt, die das 50. Lebenjahr erreicht hätten.

"Ich habe die Wertediskussion im Unternehmen begonnen. Ich habe 2.000 Führungskräfte und Belegschaftsvertreter zu diesem Thema eingeladen, aber einige Vertreter der Arbeitnehmer polemisieren offensichtlich lieber in den Medien gegen die Post, als sich an einer Diskussion über Wertschätzung und Leistungskultur zu beteiligen", meinte Pölzl.

Richtig sei, dass Mitarbeiter, die mehr als zehn Jahre bei der Post sind oder das 50. Lebensjahr erreicht haben, "definitiv gestellt werden", also wie die beamteten Mitarbeiter de facto unkündbar seien, so Pölzl. Sollte es unter diesen Personen geben, die nicht die erforderliche Leistung im Team erbringen, dann werde mit ihnen gesprochen. Dabei handle es sich aber um weniger als 20 Mitarbeiter im ganzen Konzern. Und es sei auch im Interesse aller Postbeschäftigten, dass diese Kollegen nicht über die nächsten Jahre "mitgeschleppt" würden.

Er stehe mit den Belegschaftsvertretern im ständigen Kontakt, auch heute werde es wieder Gespräche geben, sagte Pölzl. Er ließ durchblicken, dass es sich bei den Vorwürfen wohl eher um einen Wettlauf der sozialistischen und christdemokratischen Gewerkschaftsvertreter im Haus gehe, wer mehr auf das Management einschlage. Die FSG und die FCG sind sich in der Post traditionell nicht sonderlich grün, zuletzt hatten die Christgewerkschafter bei der Personalvertreterwahl einen Achtungserfolg erzielt.