Erstellt am 11. Juli 2013, 12:53

Preisringelspiel dreht laut AK weiter nach oben. Das Preisringelspiel dreht sich nach oben, kritisiert die Arbeiterkammer (AK) wie schon so oft. Ein Einkaufskorb mit den 40 günstigsten Lebens-, Toilett-, und Reinigungsmitteln ist im Jahresvergleich um 8,2 Prozent teuerer geworden. Dies zeigt der "AK Preismonitor" erhoben in fünf Supermärkten und drei Diskontern in Wien, wie die Arbeitnehmervertreter am Donnerstag mitteilten.

Im Juni 2012 kostete der Warenkorb mit den jeweils billigsten Produkten im Schnitt 46,22 Euro. Im Juni heuer mussten Konsumenten die Brieftasche weiter aufmachen und 50,03 Euro in die Supermarkt- bzw. Diskonterkassa legen. Erdäpfel haben sich demnach im Vorjahresvergleich um 74,4 Prozent verteuert.

Bei den untersuchten Supermärkten Billa, Merkur, Spar, Interspar und Zielpunkt kosten die gleichen Waren im Schnitt um 12 Prozent mehr als bei den Diskonter Hofer, Lidl und Penny, so die Arbeiterkammer.

Als Beispiele für besonders arge Verteuerungen nennt die AK Erdäpfel (plus 74,4 Prozent), Tafeläpfel (47,1 Prozent), Teebutter (25,2 Prozent), Tiefkühl-Pizza Margherita (19,4 Prozent) und Reis (18,8 Prozent).

Besonders scharf auf die von der Arbeiterkammer erhobenen steigenden Lebensmittelpreise reagierte am Donnerstag der Präsident des ÖVP-Bauernbundes, Jakob Auer. Konsumenten müssten Preiserhöhungen schlucken, die Bauern schauten durch die Finger, der Lebensmittelhandel verdiene sich "mit üppigen Margen die Butter aufs Brot", meinte Auer.

"Die Bauernpreise bei Milch und Milchprodukten, Fleisch oder auch Erdäpfeln sind wie eingefroren", bedauerte Auer. Die Preispolitik des Lebensmittelhandels sei "ruinös". Die vielbeschworene Partnerschaft zwischen Handel und Erzeugern sei lediglich "eine schöne Marketingfantasie, die den Konsumenten aufgetischt wird", kritisierte Auer.