Erstellt am 25. August 2011, 11:19

Privatunternehmen erhöhen Forschungsausgaben. Österreichs Unternehmen stocken ihre Ausgaben für die Forschung auf. Diese frohe Botschaft verkündete Infrastrukturministerin Bures am Rande des Forum Alpbach gemeinsam mit den Chefs jener elf Betriebe, die sich mittels einer Deklaration dazu verpflichtet haben, ihre Aufwendungen für die Forschung um 20 Prozent zu erhöhen. Konkret sollen 2015 insgesamt 750 Millionen in diesen Bereich fließen.

Bures hofft, dass von dieser Initiative eine "Ansteckung" auch auf Klein- und Mittelbetriebe ausgeht. Die elf beteiligten Unternehmen - Infineon, Magna, KTM, Lenzing, AVL List, AT & S, Doppelmayr, Kiska, Marinomed, TTTech und Geoville - nützten die Gelegenheit, ihre innovativen Produkte zu präsentieren. Das ging vom kindersicheren Sessellift bis zum modularen Baukastensystem für Antriebe.

Dank der Unternehmer gab es auch an die Politik, und zwar dafür, dass trotz Krise der Forschungsschwerpunkt weiterverfolgt worden sei. Bures verwies darauf, dass alleine von 2008 bis 2010 die Mittel für angewandte Forschung von gut 350 auf 400 Millionen gestiegen seien. Heuer klettere man um fünf Prozent auf 420 Millionen, bis 2014 soll es dann eine jährliche Aufstockung um 2,5 Prozent geben.

Dass sich dieses Investment auszahlt, hat sich die Infrastrukturministerin durch eine Wifo-Studie bestätigen lassen. Diese hat nach Angaben von Bures ergeben, dass Ausgaben in Forschung sowohl den Beschäftigten als auch den Unternehmen nutzten. So hätten forschungsintensive Unternehmen während der Krise geringere Umsatz- und Beschäftigungsverluste erlitten und wiesen jetzt sogar einen höheren Mitarbeiterstand als vor der Krise auf.