Erstellt am 18. Oktober 2012, 09:07

PSA-Arbeiter hielten Manager elf Stunden lang fest. Mitarbeiter in einem Werk des französischen Autobauers PSA Peugeot Citroen haben aus Wut über Lohnkürzungen ihren Personalchef stundenlang festgehalten.

Nach Angaben der Geschäftsführung des Werkes Aulnay-sous-Bois bei Paris hielten die Angestellten ihn von 11.00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr abends in ihrer Gewalt - dann sei er endlich freigelassen worden.

PSA Peugeot Citroën will das traditionsreiche Werk in Aulnay-sous-Bois mit mehr als 3.000 Mitarbeitern 2014 schließen. Die Arbeiter hatten dagegen protestiert - für die Zeit der Arbeitsniederlegung wurde ihnen der Lohn abgezogen. Eine Vertreterin der Gewerkschaft SIA verurteilte die Aktion der Angestellten am Mittwoch. "Mit Gewalt kann man keine Probleme lösen", sagte sie.

PSA Peugeot Citroën will insgesamt 8.000 Stellen in Frankreich streichen. Neben der Schließung des Werkes in Aulnay-sous-Bois sollen im westfranzösischen Rennes 1.400 Jobs abgebaut werden, 3.600 Stellen sollen in der Entwicklung wegfallen.