Erstellt am 26. Januar 2015, 12:56

Raiffeisen Burgenland: 2014 "erstaunlich gutes Jahr". Die Raiffeisenbankengruppe Burgenland hat am Montag Bilanz über das Jahr 2014 gezogen.

Schlussrechnung. Generaldirektor Rudolf Könighofer (Mitte) und seine Vizes Petra Pani und Friedrich Nikolaus haben gut lachen: Die Bilanz passt für das wirtschaftlich schwierige Jahr 2014. Foto: Bettina Eder  |  NOEN, Bettina Eder
Angesichts des Umfelds sei es ein "erstaunlich gutes Jahr" gewesen, sagte Raiffeisen-Landesbank-Generaldirektor Rudolf Könighofer bei einer Pressekonferenz. Das Betriebsergebnis ist um 17 Prozent auf 54 Mio. Euro gestiegen, die Bilanzsumme betrug 6,52 Mrd. Euro. Für 2015 ist man vorsichtig optimistisch.

"In Summe ist unsere Bilanzsumme gleich geblieben oder moderat gefallen", bilanzierte Könighofer in Eisenstadt. Die 6,52 Mrd. Euro seien ein "vorläufiger Wert, aber wird nicht mehr viel schwanken."

Man sei auf das Burgenland betrachtet und auf die Wirtschaftsleistung "wirklich keine kleine Regionalbankengruppe mehr - natürlich im österreichischen Kontext eine Regionalbankengruppe, aber sehr zufrieden mit der Entwicklung", so der Generaldirektor.

14.000 neue Bausparverträge abgeschlossen

Im Vorjahr haben sich die Burgenländer bei Raiffeisen als fleißige Bausparer entpuppt. Die staatliche Prämie sei zwar vor eineinhalb Jahren halbiert und das Produkt damals laut Könighofer "totgesagt" worden, "der Kunde reagiert aber anders. Er möchte diese sanfte Ansparform, die immer noch gute Zinssätze bringt - in Relation zu normalen Bankzinsen. Wir haben 14.000 neue Bausparverträge. Das sind um 6,2 Prozent mehr als 2013 abgeschlossen."

Man halte bei 70.300 Verträgen mit 277 Mio. Euro Sparvolumen: "Das ist auch, wie wir meinen, ein ganz toller Wert."

Laut dem Generaldirektor dürfte das ein burgenländisches Phänomen sein. "Es ist im Burgenland stärker als in andern Raiffeisen-Bundesländern und als auch bei den Mitbewerber-Bausparkassen."

"Erfreulicher Zuwachs" bei Finanzierungen

Die Kundengelder, die bei Raiffeisen im Vorjahr veranlagt sind, belaufen sich auf 6 Mrd. Euro (Anstieg von 0,2 Prozent). Angesichts des stagnierenden Wirtschaftswachstums und der sinkenden Sparquote der Privatkunden sowie des niedrigen Zinsniveaus sei dies als "klarer Erfolg" zu werten. An Beliebtheit zugenommen habe das Online-Sparen. Die Spareinlagen haben 2014 mit 162 Mio. Euro eine neue Rekordmarke erreicht. Einen "erfreulichen Zuwachs" verbuchte Raiffeisen Burgenland bei den Finanzierungen. Diese stiegen um 3,6 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro.

Für 2015 bereite man sich darauf vor, "dass wir unser Bankgeschäft im Burgenland vor dem Hintergrund niedriger Zinsen, einer angespannten Ertragssituation unserer Banktöchter und einer anhaltenden Regulierungsflut machen werden müssen", so Könighofer.

Die Raiffeisenbankengruppe Burgenland habe mit 230.000 Kunden ihre Position als Marktführer auch im Vorjahr gehalten. Derzeit beschäftigt Raiffeisen Burgenland 899 Mitarbeiter, wovon 268 Personen in der Raiffeisenlandesbank Burgenland tätigt sind. 17 Mitarbeiter wurden im Vorjahr neu eingestellt. Natürliche Abgänge wolle man nicht nutzen, um Personal abzubauen, sagte der Generaldirektor.