Erstellt am 09. Juni 2016, 15:04

von NÖN Redaktion

Raiffeisen: Solides Ergebnis. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, sowie der Raiffeisenbankengruppe Österreich folgten der Einladung der Raiffeisenlandesbank Burgenland zur Generalversammlung am 8. Juni 2016 nach Eisenstadt, in deren Rahmen Generaldirektor Dr. Rudolf Könighofer ein solides Ergebnis trotz anhaltend schwierigem wirtschaftlichen Umfeld für das Jahr 2015 präsentierte:

Dir. Adalbert Renner, GL Johann Haider, Präs. DI Erwin Tinhof, GL Franz Hedl, HR DI Julius Ernst, VDir. Dr. Petra Pani, Alfred Thamhesl, GD Dr. Rudolf Könighofer, Präs. Ök.Rat Franz Stefan Hautzinger, VDir. Friedrich Nikolaus, Ök.Rat Anton Binder  |  NOEN, Werner Müllner
Dn deren Rahmen präsentierte Generaldirektor Dr. Rudolf Könighofer ein solides Ergebnis trotz anhaltend schwierigem wirtschaftlichen Umfeld für das Jahr 2015: 

Schwierige Rahmenbedingungen durch niedrige Zinskurve

Die internationalen Finanz- und Kapitalmärkte, hier vor allem die anhaltend niedrige Zinskurve, stellten auch 2015 extrem schwierige Rahmenbedingungen für die Banken und damit auch für die Raiffeisenlandesbank Burgenland dar. Schwerpunkt im abgelaufenen Jahr war, sich auf das Kundengeschäft in allen Kundensegmenten zu konzentrieren. Dies ist der Raiffeisenlandesbank Burgenland und den burgenländischen Raiffeisenbanken in hervorragender Art und Weise gelungen.

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 ist um 0,4 % auf 3,13 Milliarden Euro gestiegen. Die Forderungen an Kunden sind um 2,3 % auf 1,17 Milliarden Euro gestiegen. Ein abermals eindrücklicher Beweis, dass es die oft zitierte Kreditklemme bei Raiffeisen nicht gibt. Mit abnehmender Sparneigung verringerten sich die Kundeneinlagen um 0,4 % auf 887,84 Millionen Euro.

Der Nettozinsertrag ist von 27,31 Millionen Euro auf 26,34 Millionen Euro leicht gesunken.
Die Provisionserträge erhöhten sich um 2,96 % auf 18,03 Millionen Euro.

Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein Betriebsergebnis in der Höhe von 14,68 Millionen Euro erzielt werden. Dies entspricht einem Rückgang von 30,07 Millionen Euro und ist auf eine Sonderausschüttung im vergangenen Berichtsjahr zurückzuführen.

Beruhigende Risikopolster und Wachstumsspielraum

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich um 11,51 Millionen Euro auf 25,67 Millionen Euro nach 37,17 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014.

Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein Jahresgewinn in der Höhe von 6,29 Millionen Euro nach 16,88 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftet werden.

Die Eigenmittel der Raiffeisenlandesbank Burgenland betragen zum 31.12.2015 360,60 Millionen Euro und erhöhten sich daher um 10,64 Millionen Euro im Vergleich zum 31.12.2014.

Die Raiffeisenlandesbank Burgenland verfügt mit einer Überdeckung von 238,21 Millionen Euro gemäß den gesetzlichen Eigenmittelerfordernissen über einen beruhigenden Risikopolster und ausreichend Spielraum für ein künftiges Wachstum.

Ausblick 2016

Im Jahr 2016 wird an den Finanzmärkten weiterhin der Fokus auf den beiden großen Notenbanken, der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Eurozone und der Federal Reserve in den USA gerichtet sein. Das vorrangige Ziel der EZB eine Inflationsrate von unter 2 % dürfte auch in den kommenden Jahren nicht erreicht werden.

In der der Eurozone ist daher, in Folge der anhaltend expansiven Geldpolitik der EZB auch in den kommenden Jahren mit sehr niedrigen Geld- und Kapitalmarktzinsen zu rechnen. In den USA hingegen dürfte es 2016, abhängig von der weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft bzw. des Arbeitsmarktes, zu weiteren Leitzinserhöhungen kommen.

Für das Jahr 2016 wird in der Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % erwartet. Die Konjunktur in Österreich sollte sich leicht unterhalb des Niveaus der Eurozone bewegen. Als größter Risikofaktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone sind die in Verbindung mit der Flüchtlingskrise anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten zu erwähnen.

Eurozone: Wirtschaftswachstum von 1,7 % erwartet

Als Spitzinstitut auf Landesebene wird die Raiffeisenlandesbank Burgenland weiter daran arbeiten, die Wettbewerbsfähigkeit der Raiffeisenbankengruppe Burgenland zu erhalten und die Nutzung der Marktstellung durch Cross Selling zu stärken.

Raiffeisen ist die burgenländische Regionalbankengruppe. Sichere Arbeitsplätze und der volkswirtschaftliche Beitrag als Finanzinstitut macht Raiffeisen zu einem unverzichtbaren Faktor für den Wirtschaftsstandort Burgenland.

„Trotz der anhaltend herausfordernden Rahmenbedingungen wird die Raiffeisenlandesbank Burgenland eine weitere Geschäftsausweitung planen. Die gute Eigenmittel- und Liquiditätssituation ermöglicht ein Wachstum bei Finanzierungen sowohl bei Privatkunden als auch bei Unternehmen. Ziel ist es, die hohen Marktanteile kontinuierlich auszubauen. Ergänzend wird die vorsichtige Risikopolitik, die sich in der Wirtschafts- und Finanzkrise bestens bewährt hat, unverändert bleiben“, hält GD Dr. Rudolf Könighofer an der gewählten Strategie fest.