Erstellt am 15. April 2015, 06:10

von NÖN Redaktion

Information statt Streit. Konsumentenschutz schlichtet bei Kehr-Konflikten. Wirtschaftskammer will keinen "Generalverdacht".

Neuauflage der »Rauchfangkehrer-Fibel«. Landesrätin Verena Dunst (r.) und Konsumentenschützerin Daniela Landl.  |  NOEN, BVZ

Dass das Thema im Konsumentenschutz ein Dauerbrenner ist, zeigen bis zu 200 Anfragen pro Jahr: Zwischen Rauchfangkehrern und ihren Kunden kommt es oft zu Meinungsverschiedenheiten – etwa wenn es um die Vereinbarung von Kehrterminen oder um die Höhe der Rechnung geht.

Start für landesweite Info-Kampagne

Unter dem Titel „Werfen Sie Ihr Geld nicht in den Kamin“ startet Landesrätin Verena Dunst (SP) startet daher eine neue landesweite Info-Kampagne, die auch eine Überprüfung der Kehrrechnung durch Experten beinhaltet. Grund ist auch eine künftige Liberalisierung des Marktes, die mehr Wettbewerb und Transparenz bringen soll. „Es sind aber auch Diskussionen um Kehrtarife zu erwarten“, so Dunst.

„Grundsätzlich ist gegen Konsumenteninformation, wenn sie seriös und richtig ist, nichts einzuwenden. Wogegen sich die Rauchfangkehrer in jedem Fall wehren, ist ein „Generalverdacht der Unternehmer“, heißt es dazu seitens der Wirtschaftskammer. Dabei beruft man sich vor allem auf die „rund 650.000 beschwerdefreien Einzelleistungen pro Jahr“.

Zugleich unterstreicht auch Landesrätin Dunst die gute Zusammenarbeit mit der Rauchfangkehrer-Innung. Die Schlichtungsstelle des Landes sorge dafür, „dass Konsumenten, aber auch Betriebe, zu ihrem Recht kommen“.