Erstellt am 20. Februar 2013, 08:41

RBI 2012 mit Gewinneinbruch, aber mehr Dividende. Nach einem abschreibungsbedingten Verlust im Schlussquartal 2012 hat die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) für das abgelaufene Jahr insgesamt 725 Mio. Euro Nettogewinn ausgewiesen. Im Jahr davor waren es 968 Mio. Euro gewesen. Trotzdem erhöht das Institut die Ausschüttung an seine Aktionäre: Es wird eine Dividende von 1,17 Euro je Aktie vorgeschlagen. Für 2011 gab es 1,05 Euro.

Im 4. Quartal 2012 gab es nach Angaben der Bank von Mittwochfrüh einen Nettoverlust von 117 Mio. Euro (vorläufig). Im Jahr davor gab es im Schlussquartal 222 Mio. Euro Gewinn. Grund für die roten Zahlen waren hauptsächlich deutlich höhere Kreditrisikovorsorgen. So mussten im letzten Jahresviertel 386 Mio. Euro neu dotiert werden. Zum Vergleich: Im 3. Quartal waren es 224 Mio. Euro Kreditrisikovorsorgen gewesen.

Insgesamt lagen die Kreditrisikovorsorgen und Wertberichtigungen fauler Kredite im Jahr 2012 bei genau 1 Mrd. Euro, fünf Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch schlugen im Schlussquartal negative Einmaleffekte mit zusammen 85 Mio. Euro zu Buche.

Laut RBI-Chef Herbert Stepic lagen die Nettodotierungen zu den Kreditrisikovorsorgen im Gesamtjahr 2012 zwar im Rahmen der Erwartungen. "Dass sie im Schlussquartal deutlich zulegten, zählt aber zu den weniger erfreulichen Entwicklungen des vergangenen Jahres", schrieb er am Mittwoch zu den vorläufigen Jahreszahlen.

Im Gesamtjahr lag der Nettogewinn mit 725 Mio. Euro um ein Viertel unter Vorjahr. In dem gedämpften wirtschaftlichen Umfeld und mit Blick auf den Fokus der Erfüllung der strengeren Kapitalvorgaben sprach Stepic von einem "sehr ordentlichen Ergebnis".