Erstellt am 24. November 2011, 13:20

RBI-Chef denkt an Rückzug aus einzelnen Ländern. Der Chef der Raiffeisen Bank International (RBI), Herbert Stepic, erwartet Gewinne auch im Gesamtjahr 2011. "Wir sind großer Hoffnung, dass wir 2011 ein positives Ergebnis haben", sagte Stepic.

Zur Frage nach der Dividende äußerte er sich nicht. Stepic hat auch erstmals auch bestätigt, dass die RBI nicht in allen Märkten im Osten bleiben dürfte, in denen sie jetzt aktiv ist.

Es sei "durchaus möglich, dass wir uns aus dem einen oder anderen Land in der Zukunft zurück ziehen werden", sagte Stepic. Das sei ein Thema, mit dem man sich intensiv beschäftige. Welche Länder das wären, sagte der Banker heute nicht. Dies könnten logischerweise Märkte sein, die wenig hergäben oder auf längere Sicht wenig Entwicklungspotenzial hätten.

In Ungarn werde man "aus heutiger Sicht" bleiben, fügte Stepic auf Nachfrage hinzu. Er streite nicht ab, dass in dem Land "schon sehr stark auf den Nerven ausländischer Banken getrampelt wird". "Ungarn ist unser Problemfall", sagte der Raiffeisen-Banker, der im übrigen Vorwürfe wegen angeblicher Kartellabsprachen in dem Land dementierte. In Russland habe er vor, nachhaltig am meisten Geld zu verdienen.

"Wir mussten im 3. Quartal ein paar Federn lassen. Das Rupfen, wie es andere Banken erlebten, ist uns erspart geblieben", sagte der Chef der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI), Herbert Stepic, am Donnerstag. Raiffeisen hat seine ursprüngliche Prognose, dass bei den faulen Krediten im Osten 2011 der "Peak" erreicht würde, fallengelassen. Mittlerweile sind die Unsicherheiten zu groß, um den Wendepunkt vorherzusagen.