Erstellt am 29. August 2012, 08:37

RBI steigerte Nettogewinn im Halbjahr auf 701 Mio.. Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) hat im ersten Halbjahr 2012 einen Nettogewinn (Konzernüberschuss nach Steuern und Minderheiten) von 701 Mio. Euro ausgewiesen, eine Zunahme um 13,9 Prozent. Dennoch blieb die Bank damit knapp unter den Analystenerwartungen, die im Konsenswert von einem Plus von 15 Prozent ausgegangen waren.

Außerdem stärkte die RBI ihr hartes Kernkapital ("Core Tier 1") weiter um einen Prozentpunkt im Vergleich zu Jahresende 2011 auf 10,1 Prozent, teilte die RBI in einer Ad-hoc-Aussendung am Mittwoch mit. Die Nettodotierung der Kreditvorsorgen sank dagegen leicht und lag im ersten Halbjahr mit 400 Mio. Euro um 1 Prozent unter dem Wert der Vorjahresperiode. Zum Ergebnis trugen auch Sondereffekte im Ausmaß von 272 Mio. Euro im ersten Quartal bei. Dadurch ging der Nettogewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 71 Prozent oder 381 Mio. Euro auf 160 Mio. Euro zurück.

Durch "einige Einzelfälle in der Konzernzentrale, in China und Polen" lagen die Einzelwertberichtigungen mit 496 Mio. Euro um 15 Prozent über jenen des Vorjahres. Der Bestand an faulen Krediten (Non-performing Loans, NPL) nahm seit Jahresbeginn um 1,234 Mrd. Euro zu, davon entfielen auf die Polbank zum Zeitpunkt ihrer Erstkonsolidierung 478 Mio. Euro. Die NLP-Ratio legte dadurch um 1,1 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent seit Jahresanfang zu.

Eine Kapitalerhöhung wird von der RBI weiterhin als "Option" angesehen. Für das zweite Halbjahr erwartet die Bank einen weiteren Anstieg der notleidenden Kredite. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet die Bank mit Belastungen von rund 190 Mio. Euro aus den Bankenabgaben in Österreich und anderen CEE-Ländern. Aufgrund der Akquisition der Polbank rechnet man mit einer "geringfügigen Kostensteigerung".