Erstellt am 28. November 2012, 11:06

RBI verzeichnete Plus bis September. Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) hat in den ersten neun Monaten 2012 einen Nettogewinn von 842 Mio. Euro gemeldet, das war ein Plus von 13 Prozent im Jahresvergleich.

Das dritte Quartal lief aber deutlich schwächer, hier sank der Nettogewinn im Quartalsvergleich um 11,5 Prozent auf 141 Mio. Euro. RBI-Chef Herbert Stepic sprach in einer Mitteilung Mittwochfrüh von einem "ansprechenden Ergebnis" nach drei Quartalen, gerade mit Blick auf das schwache Wirtschaftswachstum in Europa, die Kapitalstärkungsmaßnahmen und die niedrigen Zinsen.

Zum Ausblick hieß es, dass wegen der Konjunktur die Lage in einigen Märkten "angespannt" bleibe. "Für die nächsten Monate ist daher ein leichter Anstieg des Volumens der notleidenden Kredite zu erwarten, vor allem getrieben durch höhere Ausfälle in Ungarn, aber auch in den südosteuropäischen Ländern." Das Geschäftsvolumen wird im Gesamtjahr als "stabil" beschrieben.

Durch die Bankensteuern in Österreich und Osteuropa werde das RBI-Ergebnis heuer mit 160 Mio. Euro belastet. Weiterhin eine "Option" bleibt eine Kapitalerhöhung, abhängig von den Märkten, so die RBI in ihrer Quartalsmitteilung. Der Funding-Bedarf 2012 sei gedeckt.

Im Neunmonatsergebnis waren Sondereffekte von 272 Mio. Euro enthalten, die im ersten Quartal gebucht worden waren. Negativ schlugen im jetzigen dritten Quartal u.a. Bewertungsverluste aus Fremdwährungsswaps in der Konzernzentrale und in Ungarn zu Buche.

Nach neun Monaten war der Zinsüberschuss um knapp 5 Prozent geringer, das Handelsergebnis sank um 25 Prozent, während das Provisionsergebnis nur marginal rückläufig war.

Der Vorsteuergewinn der RBI lag wieder über der Milliardenschwelle: Nach drei Quartalen wies der Konzern einen Periodenüberschuss vor Steuern von 1,115 Mrd. Euro aus, das waren 8,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist.