Erstellt am 09. September 2011, 11:35

Rechnungshof goutiert Filialschließungen der Post. In einem noch unveröffentlichten Bericht lobt der Rechnungshof die Post wegen der Schließung von Standorten bzw. der Umwandlung von Hunderten selbst betriebenen Filialen in Post-Partner. "Nach Auffassung des Rechnungshofs reduzierte die Post AG ihre Fixkosten und damit ihr Unternehmensrisiko deutlich."

Gegen den Widerstand von Gewerkschaft und Gemeinden haben bis Mitte 2010 am Land 756 Unternehmen - oft Lebensmittelhändler und andere Nahversorger - zentrale Postdienstleistungen übernommen. Der Personalstand wurde von 2008 bis 2010 um 28 Prozent reduziert, schreibt das Magazin.

Die Kooperation zwischen Post und BAWAG habe zwar das von der P.S.K. stammende Finanzdienstleistungsgeschäft stabilisiert, die Kooperation soll nach Ablauf der Mindestlaufzeit aber evaluiert werden. "Der Rechnungshof beurteilt die Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Post AG und Bawag P.S.K. (aber) als Erfolg versprechende Möglichkeit, die Kosten der Post in der Division Filialnetz zu senken."

Problematisch sehen die RH-Prüfer die Tätigkeit der Post & Telekom Immobiliengesellschaft (PTI), die zwischen 2005 und 2007 für ihre Mutter Immobilienverkäufe vorbereitet hat. Das Unternehmen habe seine Aufgabe "teilweise nicht" erfüllt, nämlich die nicht mehr benötigten Postliegenschaften bestmöglich zu verwerten, schreiben die Prüfer laut Bericht. Bei sieben von 23 überprüften Liegenschaftsverkäufen, die von der PTI vorbereitet wurden, stellte der Rechnungshof Unregelmäßigkeiten fest und empfiehlt, Schadenersatzansprüche zu prüfen.