Erstellt am 24. Mai 2011, 13:08

Rechnungshof in Rom warnt vor hoher Verschuldung. Der italienische Rechnungshof hat am Dienstag vor Italiens hoher Verschuldung Alarm geschlagen.

Der italienische Rechnungshof hat am Dienstag vor Italiens hoher Verschuldung Alarm geschlagen. Um sich den EU-Kriterien anzupassen, müsste Italien seine Schulden um drei Prozent jährlich reduzieren. Dies würde 46 Mrd. Euro pro Jahr entsprechen, hieß es in einem am Dienstag in Rom veröffentlichten Bericht.

Der Aufwand zur Eindämmung der hohen Verschuldung würde vom Land Opfer erfordern, wie jene die Anfang der Neunzigerjahre für den Beitritt in die EU-Währungsunion notwendig waren, hieß es im Bericht des Rechnungshofes. Eine Senkung der öffentlichen Ausgaben allein würde nicht genügen, um die Verschuldung abzubauen.

Der Rechnungshof schlug auch wegen der Auswirkungen der Krise in den Jahren zwischen 2008 und 2010 auf die italienische Wirtschaft Alarm. Wegen der Krise seien die Steuereinnahmen gesunken, was sich negativ auf die öffentlichen Kassen ausgewirkt habe. Laut dem Rechnungshof müsse die italienische Regierung verstärkt gegen Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung vorgehen. Der Anteil der Schattenwirtschaft beträgt etwa 17,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dies entspreche einer Summe von 275 Mrd. Euro, hieß es im Bericht.