Erstellt am 25. November 2015, 04:53

von Bettina Eder

Registrierkassenpflicht erregt Gemüter. Registrierkassenpflicht erregt nach wie vor die Gemüter in Wirtschaftskammer und Land. Finanzministerium bessert nach.

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Zumindest im Parlament und im Finanzministerium – das sich davon Mehreinnahmen von 900 Millionen Euro erwartet – ist die Registrierkassenpflicht für Betriebe mit einem Jahresumsatz über 15.000 Euro Bareinnahmen beschlossene Sache.

Doch nach wie vor sind Betriebe und Unternehmer verunsichert und in den Ländern und der Wirtschaftskammer – so auch im Burgenland – regt sich, heftiger Widerstand. Aus dem Finanzministerium gibt es ob des Drucks bereits Zugeständnisse. Aus der verpflichtenden Einführung der Registrierkasse mit 1. Jänner 2016 wurde nun nichts. Die Frist wurde auf Ende März verlängert.

Änderungen bei Umsätzen im Freien

Aber auch dann muss man nicht unbedingt bereits eine manipulationssichere Kasse einsetzen, man braucht bis Ende Juni nur eine „nachvollziehbare Begründung“, warum die Umstellung noch nicht erfolgt ist. Wirklich ernst wird es mit 1. Juli 2016, dann helfen auch sehr gute Ausreden nichts mehr.

Weiters gibt es bei der sogenannten „Kalte-Hände-Regelung“ ebenfalls Aufweichungen. Demnach kann bei Umsätzen im Freien, also auf Messen oder Ständen, auch wenn die betriebliche Umsatzgrenze von 30.000 Euro und zudem die Barumsatzgrenze von 7.500 Euro überschritten wird und daher Registrierkassenpflicht besteht – noch die Erleichterung für mobile Umsätze in Anspruch genommen werden.

Das heißt, es dürfen händische Belege ausgestellt werden und die Barumsätze sind nach der Rückkehr in die Betriebsstätte in der Registrierkasse zu erfassen.