Erstellt am 12. Juli 2011, 13:15

Rekordzugang bei freien Jobs. Positive Signale kommen vom heimischen Arbeitsmarkt: Mit insgesamt 226.076 freien Stellen erreichte das Arbeitsmarktservice (AMS) im ersten Halbjahr 2011 einen neuen Rekordwert beim Stellenzugang. Gegenüber dem Halbjahr 2010 stieg die Zahl der gemeldeten Jobs um 19.967 oder 9,7 Prozent, im Zehn-Jahresvergleich sogar um 73.889 Stellen oder 48,6 Prozent.

AMS-Chef Herbert Buchinger führt die positive Entwicklung unter anderem auf die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung des AMS zurück. Es konnte nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der freien Stellen deutlich erhöht werden, so Buchinger.

Das AMS bemühe sich bei der Stellenakquisition intensiv um Jobs für Höherqualifizierte, das mache sich bemerkbar. Den relativ größten Stellenzuwachs gab es für Fachkräfte mit Lehrausbildung (plus 12,7 Prozent oder 11.502 Jobs), gefolgt von Arbeitsplätzen für Personen mit höherer Ausbildung (plus 9,6 Prozent oder 1.186 Stellen).

Für Personen mit nur Pflichtschulabschluss gab es um 8,1 Prozent (7.436) mehr Jobs, für Personen mit akademischer Ausbildung um 3,4 Prozent (169) und für Personen mit mittlerer Ausbildung um 2 Prozent (113) mehr Stellen. 73 Prozent der gemeldeten Stellen waren Vollzeitstellen, 18 Prozent Teilzeitjobs und bei 9 Prozent der Stellen waren für die Arbeitgeber beide Varianten möglich.

Die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen betraf fast alle Branchen. Den absolut größten Stellenzuwachs erzielte das AMS bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Dort wurden im Halbjahr insgesamt 68.747 Jobs zur Besetzung gemeldet (um 24,3 Prozent oder 13.420 Stellen mehr als im Halbjahr 2010). Mit insgesamt 30.723 freien Stellen verzeichnete auch der Handel eine kräftige Nachfrage nach Arbeitskräften (plus 10,6 Prozent oder 2.954), ebenso wie die Sachgüterproduktion mit 20.219 freien Arbeitsplätzen (plus 16,1 Prozent oder 2.807 Jobs).

Vom Rekordzugang an offenen Stellen profitierten fast alle Bundesländer. Den relativ stärksten Stellenzugang verzeichnete Wien (plus 22,5 Prozent/8.405 Jobs) vor Vorarlberg (plus 22,2 Prozent/1.936). Nur im Burgenland ging die Zahl der Stellen um 803 oder 11,6 Prozent zurück.