Erstellt am 03. August 2013, 14:39

Rewe schließt keine größeren Penny-Filialen mehr. Der deutsche Einzelhandelskonzern Rewe kommt bei der Sanierung seiner Discount-Tochter Penny voran. "Größere Filialschließungen sind nicht mehr geplant", sagte Rewe-Finanzchef Christian Mielsch der "Börsen-Zeitung". Die Geschäfte, die nicht in das neue Penny-Konzept passten, seien bereits geschlossen worden.

"2012 haben wir 140 Filialen aufgegeben. Was jetzt noch an Schließungen und Neueröffnungen passiert, ist die überall übliche kontinuierliche Optimierung des Vertriebsnetzes", sagte Mielsch. Die Kosten für die Sanierung von Penny bezifferte der Manager auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Betrag. Die Rückkehr in die Gewinnzone peilt er in drei Jahren an. "Wir wollen in 2016 mit Penny wieder positive Ergebnisse schreiben", sagte Mielsch.

Derzeit führt Rewe Gespräche mit den Banken über die Anschlussfinanzierung einer zwei Milliarden Euro schweren syndizierten Kreditlinie, die 2014 ausläuft. "Wir verhandeln jetzt ein Volumen von 1,75 Milliarden Euro über eine Laufzeit von fünf bis sieben Jahren", sagte der Finanzchef. Die Linie solle Rewe überwiegend als Liquiditätsreserve zur Verfügung stehen. Mielsch hält aufgrund der Geschäftsentwicklung bei Rewe - der Konzern ist neben dem Einzelhandel auch in der Touristik aktiv - eine Verbesserung der Einschätzung der Kreditwürdigkeit von derzeit "BBB-" für möglich. "Wenn wir unsere Planungen erreichen - wovon wir ausgehen - können wir auch eine höhere Bonitätseinstufung erreichen."