Erstellt am 02. September 2013, 11:53

„Rotlicht-Überwachungskameras“ an Eisenbahnkreuzungen. Analog zu Rotlicht-Blitzer bei reinen Straßenkreuzungen werden im Rahmen eines ÖBB-Pilotprojekts auch einige ausgewählte Eisenbahnkreuzungen mit Kameras ausgestattet.

Schauplatz von schweren Unfällen war die Bahnkreuzung in der Waidhofner Straße in Greinsfurth. Nun wird sie durch eine Schrankenanlage zusätzlich abgesichert. Ende April 2013 soll sie fertig sein. Heribert Hudler  |  NOEN
Wer trotz Rotlicht weiter fährt, der wird geblitzt. Die Daten werden automatisiert an die Polizei weitergeleitet, die sich um das Führerschein-Vormerkdelikt kümmert, kündigten die Bundesbahnen heute, Montag, an.

Die Überwachungsgeräte wurden bereits an vier Eisenbahnkreuzungen im Burgenland, Niederösterreich, Salzburg und Kärnten aufgebaut. Ein weiterer Ausbau sei geplant.

Laut ÖBB seien häufig gerade Personen, die täglich die selben Eisenbahnkreuzungen queren und den Fahrplan zu kennen glauben, besonders sorglos und dadurch gefährdet. Im Vorjahr gab es 88 Kollisionen an Eisenbahnkreuzungen. Durch diese vermeidbaren Unfälle starben 14 Menschen, dazu gab es 45 Verletzte.

Eisenbahnkreuzungen dürfen nur übersetzt werden, wenn
  • Kein Licht aufleuchtet.
  • Die Schranken – so vorhanden – vollständig geöffnet sind und sich kein Schienenfahrzeug nähert.
  • Es gilt absolutes Überholverbot: Mehrspurige Kfz dürfen innerhalb von 80 Metern vor bis unmittelbar nach der Eisenbahnkreuzung nicht überholt werden.
  • Auf dem Übergang selbst gilt ein absolutes Überholverbot für alle Fahrzeuge, also auch von Radfahrern.
  • Auch das Parken, Halten und Umkehren auf der Eisenbahnkreuzung ist verboten.
  • Selbstverständlich ist auch das Umfahren der (Halb)Schranken verboten.