Erstellt am 18. März 2013, 16:19

Rucker neuer Aufsichtsratsvorsitzender. Der 45-jähriger Banker und Südburgenländer Hans Peter Rucker wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Energie Burgenland.

BVZ, Energie Burgenland
Der Jennersdorfer folgt Josef Kaltenbacher, der seine Funktion aufgrund seiner bevorstehenden Pensionierung im Mai zurückgelegt hat. Rucker wolle den konsens-orientierten Weg seines Vorgängers fortsetzen, teilte er am Montag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit. Das Mandat läuft bis 2017.

Für Rucker gibt es "zwei wichtige Eckpfeiler, die mich auch überzeugen und mit denen ich mich sehr gut identifizieren kann". Einerseits die Regionalität, andererseits die Ökologie. "Die Energie Burgenland setzt ganz klar auf ihren Kernmarkt Burgenland", erläuterte er. Das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, die Bewohner und auch die Wirtschaft des Burgenlandes bestmöglich mit Energie zu versorgen und im Burgenland auch Energie zu gewinnen.

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Weiters setze die Energie Burgenland "ganz klar auf erneuerbare Energie, auf die Windkraft und auch auf die Biomasse. Und das ist etwas das nachhaltig ist, mit dem wir wirklich gemeinsam an der Zukunft auch arbeiten können", sagte der 45-Jährige, der seit 2010 Leiter der Vertriebsdirektion Süd-Ost (Niederösterreich Süd, Burgenland, Wien Süd) in der Erste Bank ist.

Für Landeshauptmann Hans Niessl (S), der sich bei Kaltenbacher für seine Dienst bedankte, ist Rucker "einer der erfahrendsten und profundesten Wirtschaftsexperten" des Landes. Außerdem habe der Banker in vielen ehrenamtlichen Positionen auch seine soziale Kompetenz und sein Engagement unter Beweis gestellt. Rucker, der laut dem Landeshauptmann erste Wahl war, betreibt "freiwillig, ehrenamtlich und unentgeltlich" zwei Pflegeheime im wirtschaftlichen Bereich im Südburgenland, so Niessl. Rucker ist daher nun auch in den Aufsichtsrat der Burgenländischen Krankenanstalten Ges.m.b.H (KRAGES) eingezogen.

Kaltenbacher war seit 2000 im Aufsichtsrat, seit 2002 Vorsitzender. "Es waren sehr spannende, aber auch zum Teil sehr schwierige Zeiten", resümierte er vor Journalisten. Zu seinen Highlights zählten die Konzentration auf das Kerngeschäft, die kompromisslose und lückenlose Aufklärung aufgetretener Ungereimtheiten samt klarer Trennung von den Alt-Vorständen sowie die Fusion von BEWAG und BEGAS zur jetzigen Energie Burgenland sowie der weitere Ausbau der Windenergie bis hin zur rechnerischen Stromautarkie 2013 und der Entwicklung vom reinen Stromhändler zum Stromexporteur im nächsten Jahr.