Erstellt am 10. November 2015, 11:47

Rucker wird Chef-Manager des Landes. Erste- Bank-Landesdirektor überblickt 170 Beteiligungen.

Neuer »Super-Manager«. Hans Peter Rucker hat sich im Auswahlverfahren durchgesetzt.  |  NOEN, Foto: Müllner
Wie die BVZ bereits im August berichtete, übernimmt Hans Peter Rucker die Geschäftsführung im neuen Konzern Burgenland und wird künftig die mehr als 170 Beteiligungen des Landes managen. Rucker bleibt bis Jahresende Landesdirektor der Erste Bank und wird weiterhin als als Aufsichtsrast in mehreren Landesbeteiligungen tätig sein.  Insgesamt geht es dabei um eine Bilanzsumme von 2,4 Milliarden Euro und rund 4.500 Beschäftigte.

Niessl: „Epochaler“ Neustart

Landeschef Hans Niessl, der den „Super-Manager“ kurz nach der Wahl angekündigt hatte, spricht von einem „epochalen“ Neustart: „Gerade im Wirtschafts- und Finanzbereich müssen wir dringend einen Paradigmenwechsel mit modernen Strukturen einleiten.“ Die Ziele: Einsparungen durch Synergieeffekte, optimiertes Personal- und Beschaffungswesen sowie mehr Service für die Bevölkerung.

x  |  NOEN, Millendorfer


Zudem will man in den Landes-Betrieben den „teilweise noch herrschenden Proporz abschaffen“ und, so Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig, „das Burgenland aus den versteinerten Strukturen befreien“.

Das neue System sieht die Aufteilung der Kerngebiete – unter anderem Tourismus, Sicherheit und Infrastruktur – in sieben Säulen vor, denen jeweils der Geschäftsführer eines landesnahen Unternehmens vorstehen soll. In Sachen Gehältern werde es, so Niessl, klare Regelungen geben, die sich an den österreichischen Durchschnittverdienst orientieren.

Hans Peter Rucker, der als Geschäftsführer des Konzerns Burgenland vorerst einen Fünf-Jahres-Vertrag erhält, freut sich bereits auf die neue Aufgabe, die er mit 1. Jänner 2016 antreten wird: „Den Ausschlag für meine Bewerbung hat die Möglichkeit gegeben, in dieser wichtigen Funktion eine gestaltende Rolle übernehmen zu können.“