Erstellt am 05. Januar 2011, 00:00

Rücktritt aus Protest. „FRAU IN DER WIRTSCHAFT“ / Nach einer Statutenänderung kann Gerhild Umathum derzeit nicht Landesvorsitzende bleiben.

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Wirbel gibt es derzeit in der Wirtschaftskammer-Teilorganisation „Frau in der Wirtschaft“. Der Grund: Neue Statuten, nach denen in Zukunft die Bezirksvorsitzenden aus ihrer Mitte die Landesvorsitzende wählen. Gleich drei Frauen legten daraufhin ihre Funktionen zurück: Landesvorsitzende Gerhild Umathum, die Eisenstädter Bezirkschefin Regina Thanhofer und die Oberwarter Bezirkschefin Andrea Gottweis. Im Hintergrund wird vermutet, „dass man die Landesvorsitzende Umathum weghaben will“. Umathum ist nämlich nicht Bezirksvorsitzende, könne also nach den neuen Statuten nicht zur Landesvorsitzenden gewählt werden. „Diese Änderungen wurden beschlossen, ohne uns zu integrieren“, schimpft Gottweis. Umathum ist seit neun Jahren Landesvorsitzende.

Direktor Bubits ist um  Beruhigung bemüht

„Das Burgenland ist eines der wenigen Bundesländer, das noch keine Statuten hat“, so Wirtschaftskammer-Direktor Anton Bubits, der mit deren Erstellung beauftragt wurde. Nun können die Bezirksvorsitzenden erstmalig ihre Landesvorsitzenden selbst wählen. „Umathum ist nun seit neun Jahren in diesem Amt“, so Bubits. „Funktionäre in der Wirtschaftskammer hingegen werden alle fünf Jahre neu gewählt“, so Bubits weiter, der die Aufregung über diese neue Regelung nicht so ganz nachvollziehen kann. Bis zum 31. Jänner sollen nun sieben – zum Teil neue – Bezirksvorsitzende nominiert werden, die dann in den Wochen danach ihre neue Landesvorsitzende wählen werden.