Erstellt am 19. November 2013, 14:19

Ruftaxi für Lafnitztal-Orte. Ruftaxi-System soll ab 1. Jänner im Lafnitztal die Mobilität der Bürger erhöhen. Entscheidung könnte noch vor Weihnachten fallen.

BEZIRK JENNERSDORF | Bürger des Lafnitztals könnten ab 1. Jänner per Ruf-Taxi dauerhaft und zu jeder Zeit mobil sein. Die acht Gemeinden Deutsch Kaltenbrunn, Rudersdorf, Königsdorf, Eltendorf, Heiligenkreuz, Mogersdorf, Weichselbaum und Jennersdorf planen die Umsetzung eines ein „MikroÖV-Systems“. In den kommenden Wochen entscheiden die einzelnen Gemeinderäte über einen Beitritt. Königsdorf hat sich bereits dafür ausgesprochen. „Wir brauchen mindestens vier Gemeinden, um das System umzusetzen. Natürlich teilen sich die Kommunen dann auch die Kosten. Sollte keine Gemeinde mit uns mitziehen, müssen wird die Kosten von 20.000 Euro alleine tragen“, erklärt Königsdorfs Bürgermeister Dieter Wirth, der gemeinsam mit Südburgenland Plus die Idee ins Leben gerufen hat.

Öffentlichen Verkehr besser vernetzen

Bereits vor Monaten wurden Fragebögen an die Gemeinde ausgeschickt, um den Bedarf zu eruieren. „Wir waren damals die einzige Gemeinde, die geantwortet hat. Jetzt habe ich quasi die Initiative ergriffen und mit den Bürgermeistern das Gespräch gesucht, um die Sache voranzutreiben“, sagt Wirth. Konkrete Pläne sind noch nicht ausgearbeitet, erst müssen die Gemeinden ihre Zusagen erteilen. Die Umsetzung kann aber rasch erfolgen. „Im Prinzip geht es darum, vorhandene Ressourcen zu nutzen, auszubauen und den bestehenden öffentlichen Verkehr besser zu vernetzen. Erfolgen soll das mit einem Ruftaxi-System – angelehnt an das kürzlich im Bezirk Güssing präsentierte Konzept“, meint Wirth (die BVZ berichtete).

"Projekt ist sehr positiv zu beurteilen"

Lokale und kleinstregionale „Mikro-ÖV Systeme“ sind Mobilitätslösungen, die vorhandene Defizite in der Mobilitätsversorgung ländlicher Regionen ausgleichen und kleinräumige, flexible und nutzerorientierte Alternativen zum eigenen Auto bieten beziehungsweise als Ergänzung zum etablierten öffentlichen Verkehr dienen.
Dass Königsdorf wahrscheinlich nicht alleine dasteht, liegt auf der Hand. „Das Projekt ist sehr positiv zu beurteilen. Wir in Heiligenkreuz haben eine recht gute öffentliche Verkehrsanbindung in die Ballungszentren Wien und Graz, trotzdem überlegen wir, das ‚Mikro-ÖV-System‘ umzusetzen, vor allem weil die Anbindung in die Bezirkshauptstadt nicht sehr gut ist. Diese wäre mit dem Ruftaxi-System gegeben“, sagt Heiligenkreuz Bürgermeister Edi Zach.