Erstellt am 17. Juni 2011, 14:54

Rund zehn Investoren zeigen Interesse an Kneissl. Einen Tag nachdem der Mehrheitseigentümer der pleitegegangenen Tiroler Skifirma Kneissl, Scheich Mohammed Al Jaber, die Sanierungspläne platzen ließ, feilen die Betroffenen an einem "Plan B".

Einen Tag nachdem der Mehrheitseigentümer der pleitegegangenen Tiroler Skifirma Kneissl, Scheich Mohammed Al Jaber, die Sanierungspläne platzen ließ, feilen die Betroffenen an einem "Plan B". Kneissl-Geschäftsführer Andreas Gebauer führt nach eigenen Angaben in Abstimmung mit dem Masseverwalter Gespräche mit potenziellen Investoren.

"Ich gehe davon aus, dass es sicher um die zehn internationale Interessenten - unter anderem aus Deutschland und England - sind", sagte er am Freitag. "Vorrangiges Ziel ist, an einer schnellen Lösung zur Erhaltung des Standortes Kufstein, der Marke und den Arbeitsplätzen zu arbeiten", fügte Gebauer hinzu. Wichtig sei für ihn, einen strategischen Partner zu finden, der das Geschäft, eine Marke aufzubauen, verstehe und das Potenzial und das Know-How hinter Kneissl erkenne.

In der aktuellen Ausgabe der "Wiener Zeitung" hatte Gebauer konkret die Londoner Investmentfirma B. C. erwähnt. Gegenüber der APA wollte er das allerdings nicht mehr bestätigen. Ein möglicher Käufer müsste zumindest bis zu vier Mio. Euro in die Hand nehmen.

Auch beim Kreditschutzverband von 1870 (KSV) waren derartige Verhandlungen bekannt. "Es liegen aber noch keine konkreten Angebote auf dem Tisch", sagte Walter Hintringer. Bis zuletzt seien potenzielle Investoren auf Eis gelegt worden, weil man von einer Sanierung ausgegangen war. Im Zuge des Verwertungsprozesses müsse nun geklärt werden, wie viel sie bereit wären zu zahlen. "Wenn es ums Geld geht, dann schwindet das Interesse", meinte der KSV-Sprecher.