Erstellt am 18. Juli 2012, 13:16

Russischer Oligarch kauft Strabag-Anteile zurück. Der russische Strabag-Großaktionär Oleg Deripaska hat weitere 0,6 Prozent Aktien zurückgekauft und kommt damit auf einen Anteil von 17,6 Prozent.

Die Haselsteiner Familienprivatstiftung hat 0,3 Prozent oder 342.857 Stück Aktien der Strabag SE zum Preis von 19,25 Euro abgegeben, Raiffeisen und UNIQA verkauften die gleiche Menge, bestätigte die Strabag am Mittwoch. Deripaska zahlte damit etwas mehr als es dem aktuellen Börsekurs entspricht. Bis Juli 2014 kann der Multimilliardär in mehreren Tranchen weitere 7,4 Prozent der Strabag-Aktien übernehmen und damit seinen ursprünglichen 25-Prozentanteil (nach dem Börsegang) wiederherstellen. Der Wert des aktuell zurückgekauften Aktienpakets entspricht etwa 13 Millionen Euro.

Deripaska war im April 2007 überraschend mit einem Drittel in das bis dahin von Haselsteiner und Raiffeisen kontrollierte Unternehmen eingestiegen. Im darauffolgenden Herbst konnte die Strabag u.a. mit einer auf dem erwarteten russischen Wachstum basierenden Story einen erfolgreichen Börsegang hinlegen: die Anleger zahlten für das Papier bei der Emission 47 Euro. Während der Finanzkrise musste sich Deripaska kurzfristig von seinen mit Fremdkapital finanzierten Aktien trennen, erhielt aber ein Rückkaufrecht, von dem er im November 2010 erstmals Gebrauch macht - zum vereinbarten Preis von 19,25.

In den Mittagsstunden des Mittwoch notierte die Strabag-Aktie unverändert bei 18,50 Euro.