Erstellt am 02. Februar 2012, 14:40

Russland liefert derzeit 30 Prozent weniger Gas. Derzeit kommen aus Russland um 30 Prozent weniger Gas nach Österreich, teilte die OMV am Donnerstagnachmittag mit. Ursache sei der strenge Winter mit Temperaturen von bis zu minus 35 Grad.

Einen Engpass bei der Gasversorgung in Österreich gebe es vorerst aber "durch eine starke Inlandsproduktion und strategische Speichervorräte" nicht, beruhigt Christopher Veit, Geschäftsführer der OMV Austria.

Die OMV verweist auf Speichervorräte von 2,4 Mrd. Kubikmeter Erdgas. Man könne die derzeitige Liefereinschränkung "vollkommen ausgleichen und die Versorgung Österreichs auch bei derzeitigen Witterungsverhältnissen aufrechterhalten". Die OMV beziehungsweise ihre Gashandelstochter EconGas seien mit dem russischen Gasriesen Gazprom im laufenden Kontakt.

In Österreich werden jährlich rund 9 Mrd. Kubikmeter Gas verbraucht. 47 Prozent der Aufbringung stammen aus Russland, 38 Prozent aus Norwegen und anderen Staaten, 15 Prozent aus Österreich. Mit einer Förderung von 1,35 Mrd. Kubikmeter decke die OMV aus heimischen Quellen 19 Prozent des österreichischen Erdgasbedarfs ab.

Noch am Mittwoch hatte Gazprom beteuert, die Lieferungen nach Europa würden trotz der Kälte nicht gedrosselt. "Um die Exporte zu gewährleisten, hat der Konzern alle vorhandenen Pipelines ausgelastet und entnimmt seinen Speichern in Europa deutlich mehr Gas", hieß es in einer Mitteilung des Staatskonzerns.