Erstellt am 17. April 2012, 11:16

RZB 2011 mit 38 Prozent weniger Konzerngewinn. Die Raiffeisen Zentralbank (RZB), mit rund 78,5 Prozent größter Aktionär der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI), weist für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 einen gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Konzerngewinn aus. Maßgeblich dafür waren höhere Verwaltungsaufwendungen und Steuern.

In Summe ist der auf die RZB-Aktionäre entfallene Konzernjahresüberschuss um 38 Prozent auf 472 Mio. Euro nach 714 Mio. Euro im Jahr 2010 zurückgegangen, teilte die RZB am Dienstag mit. Die Verwaltungsaufwendungen legten um 5 Prozent auf 3,2 (3,0) Mrd. Euro zu. Die Steuerbelastung lag um 291 Mio. Euro über dem Vorjahr.

Dagegen kam es bei den neuen Kreditrisikovorsorgen zu einem Rückgang um 8 Prozent auf 1,1 (1,2) Mrd. Euro. Hier sieht die RZB dennoch einen positiven Trend: Während es in Ungarn zu einem Anstieg um 70 Prozent auf 478 Mio. Euro kam, mussten in vielen anderen Ländern nur mehr geringere Vorsorgen getroffen werden.

Die von der Europäischen Bankenaufsicht bis Ende Juni 2012 vorgeschriebenen Mindestkapitalquoten sieht die RZB-Gruppe in Reichweite. Bis dato habe man von dem gemeinsam mit der RBI aufgesetzten 3-Mrd.-Projektbündel zur Zielerreichung bereits Maßnahmen in Höhe von 1,9 Mrd. umgesetzt, weitere 800 Mio. stünden vor unmittelbarer Umsetzung und 300 Mio. Euro seien vorbereitet.