Erstellt am 30. August 2011, 10:16

RZB steigerte Gewinn um 22 Prozent. Die Raiffeisen Zentralbank, das Spitzeninstitut des österreichischen Raiffeisen-Finanzsektors, hat im ersten Halbjahr 2011 ihren Gewinn gesteigert und die Kreditrisikovorsorgen um ein Drittel zurückgefahren.

Die Raiffeisen Zentralbank, das Spitzeninstitut des österreichischen Raiffeisen-Finanzsektors, hat im ersten Halbjahr 2011 ihren Gewinn gesteigert und die Kreditrisikovorsorgen um ein Drittel zurückgefahren. Die faulen Kredite blieben allerdings fast auf dem Stand von Jahresende 2010. Die neuen Bankensteuern in Österreich und Ungarn belasteten.

Der Konzernperiodenüberschuss legte um 21,5 Prozent auf 488 Mio. Euro zu. Das Vorsteuerergebnis belief sich auf 877 Mio. Euro, das ist ein Plus von 60,5 Prozent, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag hieß. Das Betriebsergebnis stieg leicht um 4 Mio. auf 1,236 Mrd. Euro.

Der Zinsüberschuss blieb stabil bei 1,811 Mrd. Euro (+1,2 Prozent), der Provisionsüberschuss legte leicht um 3,1 Prozent auf 737 Mio. Euro zu. Das Handelsergebnis stieg kräftig um 42 Prozent auf 257 Mio. Euro. "Aufgrund des Marktumfelds ergaben sich Bewertungsgewinne bei derivativen Finanzinstrumenten, die für ökonomische Absicherungen eingesetzt werden", so das Institut. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 84,60 Euro nach 51,61 Euro.

Nahezu gleichgeblieben ist - auch aufgrund von Währungseffekten - der Stand der faulen Kredite mit 6,839 Mrd. Euro im Vergleich zu Jahresende 2010 (minus 2 Mio. Euro). "Während in nahezu allen Regionen bereits teilweise signifikante Rückgänge zu erkennen waren, kam es in Südosteuropa noch zu einem spürbaren Anstieg der Non-Performing Loans um 14 Prozent", so die RZB.