Erstellt am 01. September 2012, 11:06

Sägeindustrie klagt über Rohstoffmangel. Österreichs Sägeindustrie klagt über einen Mangel an Rohstoffen. Die Forstwirtschaft schaffe es nicht, die heimischen Sägewerke ausreichend zu versorgen, trotz "historisch höchsten Rundholzpreisen", sagte der Vorsitzende der heimischen Sägeindustrie, Christoph Kulterer, am Samstag nach dem Internationalen Holztag 2012 in Klagenfurt. Dadurch verliere die Sägeindustrie deutlich an Marktanteilen.

Gerhard Seidl ist mit der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in seinem Sägewerk in St. Martin zufrieden. Holz wird ständig angeliefert, das entstandene Schnittholz geht großteils nach Deutschland. POLLAK  |  NOEN

Die Rundholzlagerbestände befinden sich laut Kulterer auf niedrigstem Niveau, wenn die ungenutzten Reserven nicht bald auf den Markt kämen, werde es einen deutlichen Verlust von Arbeitsplätzen geben. Die Folgen seien bereits deutlich spürbar. So seien die Exporte von Nadelschnittholz aus Österreich in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 11,4 Prozent gesunken, während sie in Schweden um 3,6 und in Finnland um 5,0 Prozent gestiegen seien. Die skandinavischen Länder würden also auf Kosten Österreichs Marktanteile gewinnen.

2011 lag die Schnittholzproduktion in Österreich bei 9,6 Millionen Kubikmeter, gleich hoch wie im Jahr davor. Im ersten Halbjahr 2012 ging die Produktion allerdings um mehr als zehn Prozent zurück. Bereits im vergangenen Jahr wurden beim Export Rückgänge von mehr als sechs Prozent verzeichnet, dieses Jahr hat sich dieser Trend rapid beschleunigt. So sind die Exporte in den Hauptmarkt Italien laut Kulterer gleich um 16 Prozent eingebrochen.