Erstellt am 06. April 2011, 00:00

Sanochemia expandiert. KAPITALERHÖHUNG / Das einzige burgenländische Unternehmen, das an der Börse notiert, holt sich Geld durch neue Aktien.

Firmengründer und CEO Werner Frantsits wird Ende des Jahres entscheiden, ob er das erfolgreiche Pharmaunternehmen Sanochemia weiterhin leiten oder ob er in Pension gehen wird. SEEBACHER  |  NOEN
x  |  NOEN

VON DORIS SEEBACHER

Die Firma Sanochemia Pharmazeutika AG mit Sitz in Neufeld und in Wien und einer Notierung an der Frankfurter und an der Wiener Börse hat nun eine Kapitalerhöhung beschlossen. Sechzehn Millionen Euro zusätzlich sollen durch die Ausgabe von fünf Millionen neuen Aktien aufgebracht werden.

Wofür? Großaufträgen aus dem Iran, Russland und Spanien sollen nun auch welche aus Lateinamerika (Mexiko, Dominikanische Republik) folgen. „Und diese müssen vorfinanziert werden“, so Firmenchef und -gründer Werner Frantsits. Und sogar aus Ägypten treffen Aufträge ein. „Interessanterweise versucht die jetzige Regierung, die Bevölkerung ruhig zu halten und steckt viel Geld in Sozialwesen und Gesundheit“, erklärt Frantsits die derzeitige Lage. In den letzten Jahren wurden über 30 Millionen Euro in eine moderne Pharmaproduktion in Neufeld investiert. Derzeit sind dort etwa 130 Mitarbeiter beschäftigt.

Wer wird Nachfolger von  Werner Frantsits?

Frantsits hat es geschafft, das Unternehmen bereits im Vorjahr in Teilbereichen aus den roten Zahlen zu führen. Mit frischem Geld soll der Erfolgskurs nun fortgesetzt werden. Mit Ende des Jahres läuft Frantsits Vorstandsmandat aus. Ob er weitermachen werde? „Darüber mache ich mir jetzt noch keine Gedanken – dafür habe ich noch neun Monate Zeit“, so die Antwort des rüstigen 65-Jährigen.

Fakt ist, dass die beiden stellvertretenden Vorstände Stefan Welzig und Klaus Gerdes momentan sehr intensiv als seine Nachfolger vorbereitet werden.

Ob die beiden dann tatsächlich mit 1. Jänner 2012 in Frantsits‘ Fußstapfen treten werden oder ob dieser noch ein paar Jahre weiterarbeiten möchte, darüber darf Frantsits noch bis Ende des Jahres selbst entscheiden.