Erstellt am 05. September 2012, 08:33

„Schilling wäre falscher Weg“. EUROBUS / Mit eigener Euro-Info-Straße bepackt mit originellem Anschauungsmaterial möchte der Bus der Nationalbank den Besuchern die Vorteile des Euros Nahe bringen.

Tanja Schaurhofer und Martin Taborsky vor dem Eurobus der Nationalbank, in dem auch im zehnten Jahr in St. Pölten wieder Tausende Schilling-Scheine in Euros umgewechselt wurden. THOMAS WERTH  |  NOEN
Auch heuer tourte der Eurobus wieder durch das Land, um die letzten Schillingnoten und -münzen in Euros umzuwandeln. „Im Burgenland sind schätzungsweise noch 200 bis 250 Millionen Schillinge im Umlauf“, erklärt Friedrich Hammerschmidt von der Österreichischen Nationalbank (ONB). Obwohl die Schillingbeträge von Jahr zu Jahr kleiner werden, nimmt die Zahl der Besucher keinesfalls ab.

Grillhuhn in Euro ist billiger als vor zehn Jahren

Heuer versucht die ONB erstmals, mittels eigener Euro-Info-Straße die Besucher verstärkt über die Vorteile unserer Währung zu informieren. „Zurück zum Schilling, das wäre der falsche Weg“, antwortet Hammerschmidt auf die Frage, ob eine Wiedereinführung von Vorteil wäre. Denn der Euro habe sich bereits mehr als bewährt. „Die Inflationsrate des Euros ist niedriger als zu Schillingzeiten“, so Hammerschmidt. Den Beweis liefert eine originelle Schautafel mit Grillhähnchen, Bierglas und Schokolade – alle aus Plastik. Und eine Liste dazu: Für ein Grillhuhn musste man im Jahr 1990 noch 23,8 Stunden arbeiten, 2012 nur mehr 19 Stunden.
Ob es Leute gäbe, die sagen, „Wir behalten uns die Schillinge, denn er käme ja vielleicht sowieso wieder?“ antwortet Hammerschmied mit einem klaren Nein. Für das nächste Jahr verrät er: „Es wird eine neue Fünf-Euro-Note geben“. Denn was die Fälscher betrifft, müsse man immer schauen, dass man denen einen Schritt voraus sei.