Erstellt am 31. Januar 2012, 19:19

Schlecker gibt für Österreich Entwarnung. Schlecker versucht in Österreich die Wogen zu glätten. Die österreichische Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H. sei von der Insolvenz der deutschen Drogeriekette nicht betroffen.

"Die Auslandsgeschäfte von Schlecker laufen eigenständig und rentabel. Österreich steht nicht zur Disposition", gab Sprecher Patrick Hacker Dienstag bekannt.

Es ist dies die erste offizielle Mitteilung, die das Unternehmen seit Bekanntwerden der Insolvenz in Deutschland zu Österreich macht. Am Montag hatte Finanzchef Sami Sagur mit der Aussage für Aufregung gesorgt, die Auslandsmärkte zur Disposition zu stellen, um die Forderungen der Gläubiger tilgen zu können.

Die Warenversorgung in Österreich sei sichergestellt, auch von nennenswerten Schließungen von Filialen oder betriebsbedingten Kündigungen sei nicht auszugehen. "Die pünktliche Auszahlung der Löhne und Gehälter zum Monatsende belegt, dass das Unternehmen voll zahlungsfähig ist und aktuell alle Maßnahmen ergriffen wurden, den normalen Geschäftsbetrieb fortzuführen", heißt es in einer Aussendung der Gewerkschaft GPA-djp gemeinsam mit Schlecker-Österreich.

Für GPA-Vizechef Karl Proyer ist das heutige Krisengespräch mit der Schlecker-Österreich-Geschäftsführung "ganz passabel" verlaufen, eine Entwarnung sei aber aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens der Konzernmutter schwierig. "Es hängt alles von der Entwicklung in Deutschland ab", sagte Proyer im Gespräch mit der APA. Die erst mit Monatsende fälligen Gehälter für Jänner müssten aber bald auf dem Konto der rund 3.000 Schlecker-Österreich-Mitarbeiter landen. "Wir haben die Überweisungsunterlagen gesehen", betonte der GPA-Vizechef.

An Spekulationen über die Zukunft von Schlecker-Österreich wollte sich Proyer aber nicht beteiligen. Das sei in der derzeitigen Situation unseriös. "Ein möglicher Verkauf war heute kein Gesprächsthema."