Erstellt am 12. August 2013, 13:23

Schlecker-Umbau zu dayli gescheitert. Die Schließung der Drogeriemarktkette dayli (vormals Schlecker) ist nach Mitarbeiterzahlen die größte Handelspleite in den vergangenen 20 Jahren.

Insgesamt 3.468 Beschäftigte - zum Großteil Frauen in Teilzeit - verlieren durch das Ende der Drogeriemarktkette ihren Job. Der Handelsriese Konsum mit 17.000 Mitarbeitern hatte im Jahr 1995 Ausgleich angemeldet und wurde dann abgewickelt.

Dayli-Masseverwalter Rudolf Mitterlehner zeigte sich am Montag über die glücklose Investorensuche "frustriert". Mit Investoren seien Gespräche bis zur letzten Minute geführt worden, aber nicht Konkretes dabei herausgekommen. "Eine Finanzierungszusage erfolgte, wurde aber nicht eingehalten", so Mitterlehner am Montag in einer Aussendung.

522 Filialen betroffen

Wegen fehlender Investoren bewilligten der Gläubigerausschuss und das Insolvenzgericht heute Vormittag den Schließungsantrag des Insolvenzverwalters. Betroffen sind die 522 noch offenen, österreichischen Filialen und das Lager in Pöchlarn (). Die Filialen in Luxemburg und Belgien bleiben laut dem Masseverwalter vorerst noch offen. Auch die Zentralverwaltung in Pucking (OÖ) samt Bezirksleitungen wird noch benötigt. Von den Schließungen betroffen sind derzeit rund 2.000 Mitarbeiterinnen.

Sonderlich große Hoffnungen, dass ein Investor das Unternehmen aus dem Konkurs herauskaufen wird, macht sich der Masseverwalter nicht. "Nach den Erfahrungen der letzten Tage habe ich auch da keine großen Hoffnungen."