Erstellt am 13. Juni 2011, 17:56

Schlecker will bis zu 800 Märkte schließen. Deutschlands größte Drogeriemarktkette Schlecker setzt den Rotstift radikal an und will bis zu 800 Märkte schließen. Um aus der Verlustzone zu kommen, will die Kette 500 bis 800 Märkte dichtmachen, wie Lars Schlecker, Sohn des Firmengründers Anton Schlecker, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte.

Deutschlands größte Drogeriemarktkette Schlecker setzt den Rotstift radikal an und will bis zu 800 Märkte schließen. Um aus der Verlustzone zu kommen, will die Kette 500 bis 800 Märkte dichtmachen, wie Lars Schlecker, Sohn des Firmengründers Anton Schlecker, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte.

Ende Mai hatte er der Nachrichtenagentur dpa gesagt, dass dieses Jahr nochmals bis zu 700 der zuletzt rund 78.00 Filialen in Deutschland geschlossen werden sollen. 2012 soll die Wende geschafft sein. Dann will Schlecker wieder wachsen. In Österreich hält die Drogeriekette bei rund 1.030 Filialen.

Das Unternehmen habe drei Jahre Verlust hinter sich, sagte Schlecker der Zeitung. Für 2011 könne er noch nichts sagen, aber es sei eine deutliche Trendwende zu sehen. Das Unternehmen könne beim Umsatz bald von dem viel kleineren Konkurrenten dm überholt werden. "Es kann schon sein, dass wir mal ein Jahr auf die Nummer 2 zurückfallen. Aber wer uns kennt, weiß, wir werden wieder angreifen. Die renovierten Filialen verzeichnen dauerhaft ein Umsatzplus von 20 bis 30 Prozent."

Bis Ende des Jahres sollen 250 bis 400 Filialen modernisiert werden. Seit einem halben Jahr rüstet Schlecker seine Filialen um. "Wenn das neue System erst eingespielt ist, bauen wir im Jahr 1.500 Filialen um", so Lars Schecker. Schlecker beschäftigte in Deutschland zuletzt rund 34.000 Mitarbeiter, europaweit sind es etwa 47.000.