Erstellt am 28. Dezember 2011, 11:15

Schlumberger legte im vierten Quartal stark zu. Für die Sektkellereien ist das letzte Kalenderquartal immer die wichtigste Zeit im Jahr. Die Kellerei Schlumberger, Wien, meldete am Mittwoch für das zu Ende gehende Vierteljahr beim Sekt ein Absatzplus von 17 Prozent zum Vorjahr. Zugleich legte der Umsatz mit österreichischem Sekt des börsenotierten Sekthauses um 19 Prozent zu.

Das vierte Quartal des Kalenderjahres mit Weihnachten und Silvester macht bei Schlumberger Sekt rund die Hälfte des Jahresumsatzes aus, hieß es am Mittwoch. Vorstandschef Eduard Kranebitter hofft auch nach Silvester auf Zuwachsraten. Hier sollten Fasching und Ballsaison im Land für weitere Kaufimpulse sorgen.

Sekt werde aber zunehmend auch zu einem Produkt für verschiedenste Verwendungsanlässe. Qualität und Herkunft würden vom Konsumenten honoriert. "Die Geiz-ist-Geil-Mentalität sollte bei Nahrungs- und Genussmitteln eigentlich keinen Platz haben", so Schlumberger. "Wir gönnen unserem Auto das teuerste Motoröl und sollten daher für Silvester auch nicht mit dem billigsten Sekt anstoßen", wird Kranebitter zitiert.

Seit Jahren wächst der Sektmarkt in Österreich recht konstant, zuletzt um 5,5 Prozent im Jahr 2010 (laut AC Nielsen), der Trend zu Rose-Sekten ist auch hierzulande ein Thema. Für heuer ist Schlumberger vorsichtig optimististisch. Im ersten Halbjahr des Wirtschaftsjahrs (April bis September 2011) ist der Umsatz der Schlumberger AG nur leicht (um 1,3 Prozent) gestiegen. Berücksichtige man den bisherigen Saisonverlauf, wird ein Plus im mittleren einstelligen Bereich prognostiziert. Die aktuellen Steigerungen im Saisongeschäft gab es nach Firmenangaben vor allem bei den Marken "Schlumberger" und "Hochriegl".