Erstellt am 15. März 2013, 09:39

Schneechaos in Ungarn. Seit Donnerstag herrscht auf Ungarns Straßen aufgrund des Wintereinbruchs Verkehrschaos. Die Telefone beim ÖAMTC laufen dadurch heiß.

APA11021680 - 17012013 - WIEN - ...STERREICH: Starke Schneefälle haben am Donnerstag, 17. Jänner 2013, im Osten ...sterreichs zu einem massiven Wintereinbruch geführt. Im Bild: Ein verschneites Mopes in Wien-Favoriten. APA-FOTO: ROBERT JAEGER  |  NOEN, ROBERT JAEGER (APA)
Zahlreiche Autofahrer standen Freitagfrüh zum Teil seit zwölf Stunden ohne Essen und Trinken auf der Autobahn M1 im Stau und kamen nicht voran. "Den Leuten geht mittlerweile schön langsam der Sprit aus. Viele Ehefrauen und -männer rufen bei uns an und machen sich Sorgen. Bei uns läutet permanent das Telefon", so ein Sprecher des ÖAMTC.

Mehrere Unfälle haben sich seit Donnerstag ereignet. Die Verkehrsteilnehmer hatten mit dem sturmartigen Wind und den starken Schneeverwehungen zu kämpfen. Sowohl die M1 als auch die M7 waren Freitagvormittag gesperrt. "Für Lkw ist aufgrund des heutigen Feiertages in Ungarn ein Fahrverbot aufrecht", teilte ein Polizist mit.

Nicht nur auf der Autobahn haben Schnee und Wind den Verkehr zum Teil lahmgelegt. "Auch in Sopron schaut es nicht gut aus", erklärte der Sprecher.

Obwohl die Einreise mit dem Pkw in Ungarn grundsätzlich möglich sei, raten der Verkehrsklub sowie die Exekutive dringend davon ab. Laut Polizei werden die Verkehrsteilnehmer bei der Abfahrt Hegyeshalom auf die Bundesstraße abgeleitet. Aber auch dort gebe es kein bzw. nur mäßiges Weiterkommen. "Viele verzweifelte Leute wollen ihre Verwandten und Partner, die zum Teil auch mit Kindern in den Autos sitzen und warten, abholen. Aber auch davon ist abzuraten", sagte der Sprecher des ÖAMTC.

Am Freitagvormittag waren die Autobahnen M3, M5 und M6 nur einspurig befahrbar. Auf den Bundesstraßen in Ungarn gebe es lokale Sperren, so ein Beamter. Zwar werden die Straßen in Ungarn laut ÖAMTC bereits fleißig geräumt, viele Räumfahrzeuge würden aber nicht überall durchkommen, hieß es.