Erstellt am 23. Februar 2013, 16:31

Schneemassen machten im Osten Probleme. Rund 20 Zentimeter Neuschnee haben in Ostösterreich am Samstag Probleme verursacht. Das große Verkehrschaos blieb - nicht zuletzt, weil Wochenende war - aber aus.

 |  NOEN, Aichinger Thomas (http://www.unterwasserfoto.at)
"Gott sei Dank ist heute nicht Montagmorgen", brachte es ein Sprecher des ÖAMTC auf den Punkt. Im Flugverkehr am Wiener Airport in Schwechat kam es zu Verzögerungen, einige Verbindungen wurden wetterbedingt gestrichen.

Insgesamt mussten über den Tag verteilt 16 Flüge abgesagt werden. "Der Flughafen ist aber voll in Betrieb", betonte Sprecher Peter Kleemann. Winterdienst und Enteisungsteams bemühten sich, die Verzögerungen möglichst kurz zu halten, die in Einzelfällen immerhin bis zu zwei Stunden ausmachten.

"Ich empfehle weiterhin allen Passagieren, sich bei den jeweiligen Airlines über ihren Flug zu informieren", sagte Kleemann am Nachmittag. Der Flughafen sei für weitere Schneefälle, wie sie für Sonntag prognostiziert wurden, gerüstet.

Der viele Schnee brachte auch die Wiener Öffis aus dem Takt. Bei fast allen Straßenbahn- und Autobuslinien mussten die Fahrgäste zum Teil beträchtliche Verzögerungen hinnehmen, lediglich die U-Bahn fuhr gemäß Fahrplan. Zu einer brenzligen Situation kam es in Wien-Neubau: Feuerwehrmänner bewahrten einen Autobus der Linie 13A davor, über ein steiles Straßenstück in der Kellermanngasse abzurutschen und mit abgestellten Pkw zu kollidieren.

In Niederösterreich ereigneten sich bei tiefwinterlichen Bedingungen seit Mitternacht mehr als zwei Dutzend Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Zwei Personen starben, über 30 wurden verletzt, mehrere davon schwer.

Die Wiener Außenring-Autobahn (A21) wurde in der Früh für Lkw über 3,5 Tonnen in beide Fahrtrichtungen gesperrt. In Fahrtrichtung Südosttangente (A23) war die A21 vorübergehend auch für Pkw gesperrt. Im Laufe des Vormittags ließ der Schneefall nach, und alle hängen gebliebenen Fahrzeuge waren entfernt, sodass der Verkehr wieder ungehindert rollen konnte, so die Asfinag.

Auch auf der A23 kam es Verzögerungen. Immer wieder blieben Lkw auf der Schneefahrbahn hängen oder hielten an, um Ketten anzulegen. Bei den ÖBB gab es nach Auskunft eines Sprechers hingegen keine Probleme.

Im Burgenland barg die Feuerwehr in einer Vielzahl von Einsätzen liegen gebliebene oder von der Straße abgekommene Fahrzeuge, es ereigneten sich einige Unfälle mit Verletzten. Trotz tiefwinterlicher Verhältnisse waren alle Hauptverkehrsrouten im Burgenland befahrbar.

Mehrere zumindest teilweise witterungsbedingte Unfälle wurden aus Oberösterreich gemeldet. Mehr als drei Stunden war die Innkreis-Autobahn (A8) Samstagfrüh nach einem Verkehrsunfall mit drei Schwerfahrzeugen in Fahrtrichtung Voralpenkreuz komplett gesperrt.

Am späten Samstagvormittag hörten die starken Schneefälle zwar auf, ausgestanden war die Situation aber nicht. Wie die ZAMG prognostizierte, dürften in der Nacht auf Sonntag noch einmal zehn Zentimeter Neuschnee dazukommen. Dann sollte aber Tauwetter einsetzen.