Erstellt am 07. März 2013, 12:26

Schneereicher Winter: Probleme für Forstwirtschaft. Der schneereiche Winter hat im Burgenland Probleme für die Forstwirtschaft gebracht: Durch die große Niederschlagsmenge ist der Waldboden komplett aufgeweicht.

Thomas Ulbrich aus Niedernondorf blitzte mit seiner Idee eines Holzerlebnisparks bei EKZ-Planer Reinhold Frasl ab und startete eine Petition für sein Projekt.  |  NOEN, www.BilderBox.com
Dies mache den Abtransport des bereits zur Verwendung in Biomasseheizwerken oder in der Papierindustrie geschlägerten Holzes zum Teil unmöglich, bestätigte am Donnerstag der Geschäftsführer des Burgenländischen Waldverbandes, Herbert Stummer.

"Das Problem ist, dass wir verhältnismäßig viel Niederschlag gehabt haben und keinen Frost", so Stummer. Von Anfang Jänner bis Ende Februar habe die Niederschlagsmenge 120 bis an die 140 Millimeter betragen - normalerweise seien es in diesem Zeitraum 40 bis 60 Millimeter.

Nach dem Regen im November und Dezember habe man auf Frost gehofft, damit der Boden tragfähig wird. Doch stattdessen kam viel Schnee, der wie eine Isolierschicht gegen die Kälte wirkte: "Der Boden unter der Schneedecke war extrem aufgeweicht."

Ein Holztransport bringe bis zu 40 Tonnen auf die Waage. Manche kleinere Waldwege seien jedoch nicht einmal mit einem Geländewagen zu befahren. Wenn man bei dem tiefen Boden die befestigten Wege verlässt und in den Wald hineinfahre, dann führe dies zu nachhaltigen Schäden.

Im vergangenen Winter habe es kaum Schnee, aber Frost bis Mitte Jänner gegeben. "Das war für die Waldarbeit perfekt, aber für die Vegetation extrem schlecht", sagte Stummer. Heuer sei es genau umgekehrt.

Durch die ungünstigen Verhältnisse werde die Belieferung der Biomasseheizwerke schwieriger: Pro Woche würden etwa 20 bis 25 Lkw-Züge mit Hackschnitzeln benötigt. Das Holz dafür müsse nun teilweise bei Partnern organisiert werden, was schwierig und letztlich auch nicht wirtschaftlich sei. Auch für die Erfüllung der Lieferverträge mit der Papier- und Sägeindustrie seien die Bodenverhältnisse problematisch.

Wenn das derzeitige Wetter mit zehn bis 15 Plusgraden und Föhn anhalten würde, "dann schaut es vielleicht in zwei bis drei Wochen anders aus, wenn nicht noch mehr Schnee kommt", meinte Stummer. Wenn es allerdings nochmals ausgiebig schneie, dann könnte für einen weiteren Monat Stillstand herrschen. Die Waldwirtschaft sei dann "für die heurige Saison zum großen Teil abgehakt."