Erstellt am 30. Januar 2014, 16:41

Schneewarnung: Winterdienstflotte im Volleinsatz. Donnerstagnacht soll es laut Wetterprognose zu starken Schneefällen vor allem im Süd- und Mittelburgenland kommen, auch morgen Freitag wird sich die Wetterlage vorerst nicht verbessern.

Durch die Wetterlage ist zum Teil mit massiven Beeinträchtigungen im Verkehr zu rechnen. Straßenbaulandesrat Helmut Bieler betont: „Winterdienst ist Teamarbeit!“

Fahrer sollen Ausrüstung und Fahrverhalten anpassen

Die Mitarbeiter des Straßendienstes würden für einen möglichst reibungslosen Ablauf im Straßenverkehr sorgen, deshalb sollten laut Bieler im Sinne der Verkehrssicherheit die notwendige Winterausrüstung und ein angepasstes Fahrverhalten bei winterlichen Fahrbedingungen für jeden Verkehrsteilnehmer selbstverständlich sein. „Die Verkehrssicherheit auf den burgenländischen Landesstraßen hat oberste Priorität“, so der Landesrat.

„Wir werden im Winterdienst volles Programm fahren. Die gesamte Räumflotte steht bereit, um die Straßen möglichst rasch schneefrei zu bekommen“, teilt Straßenbaulandesrat Helmut Bieler mit.

Räumungen bis 22 und ab 2 Uhr, ansonsten Notdienst

Die Autofahrer werden angesichts der zu erwartenden Schneemengen zu besonderer Vorsicht aufgerufen, nicht absolut notwendige Fahrten sollten aufgrund der schwierigen Bedingungen verschoben werden. „Wir wollen rechtzeitig auf die zu erwartenden Wetterverhältnisse hinweisen, damit mögliche Behinderungen von den Verkehrsteilnehmern rechtzeitig eingeplant werden können“, betont Bieler.

Der gesetzliche Auftrag schreibt eine Räumung der Landesstraßen bis 22 Uhr und ab 2 Uhr vor. Außerhalb dieser Zeiten koordiniert ein Notdienst im Nord- und Südburgenland notwendige Einsätze (z.B. für Einsatzfahrzeuge) auf Abruf.

ARBÖ warnt: Minusgrade verdoppelten Panneneinsatze

„Mit dem Kälteeinbruch in den letzten Tagen hat sich das Pannenaufkommen im Burgenland verdoppelt“, schilderte ARBÖ-Techniker Kevin Hartmann und weiß: „Grund für drei Viertel aller Einsätze der ARBÖ-Techniker waren streikende Batterien.“

x  |  NOEN, ARBÖ
Startprobleme standen bei vielen burgenländischen Autofahrern an der Tagesordnung. „Die Minusgrade setzen besonders älteren, schwachen stark Autobatterien zu“, so Hartmann.

„Besser stressfrei in die Werkstatt als sich ärgern“

Obwohl bis jetzt extrem tiefe Temperaturen das Burgenland noch nicht heimgesucht haben, reicht die derzeit herrschende Witterung, um viele Fahrzeuge lahm zu legen. Denn bei Kälte büßen Autobatterien erheblich an Leistungsfähigkeit ein.

Je nach Lebensalter und Wartungszustand bis zu 75 Prozent, weiß der ARBÖ-Experte „Vor allem bei Batterien, die schon länger im Dienst stehen, wäre jetzt ein Check wichtig, um sicher zu gehen, dass man in der kalten Jahreszeit nicht unnötig liegen bleibt.“

Hartmann rät deshalb: „Besser stressfrei in die nächste Werkstatt oder ins nächste ARBÖ-Prüfzentrum fahren und fünf Minuten investieren, als sich dann bei Schnee und Eis grün und blau ärgern, weil das Fahrzeug nicht mehr anspringen will!“ Exklusiv für ARBÖ-Mitglieder gibt es den Batterie-Check gratis in allen sieben burgenländischen Prüfzentren.

Landesrätin informierte über private Streupflicht

Landesrätin Verena Dunst, zuständiges Regierungsmitglied für Konsumentenschutz, informierte diesbezüglich über private Schneeräum- und Streupflicht für burgenländische Haushalte.

x  |  NOEN, Mag.a Verena Mayer/Pressedienst LRin Verena Dunst
„Es besteht laut Straßenverkehrsordnung sehr wohl eine gesetzliche Verpflichtung zur Schneeräumung bzw. Streuung von Gehwegen. Bei Nichteinhaltung kann eine Verwaltungsstrafe von bis zu 72 € ausgesprochen werden“, betonte Dunst.

Verletzte haben Anspruch auf Schadensersatz

Sie bat alle Hausbesitzer, sehr sorgfältig zu sein. „Denn wenn sich Menschen auf dem Gehsteig, aufgrund von nicht weggeräumten Eis oder Schnee verletzen, kann Schadensersatz eingefordert werden. Vor allem ältere Menschen haben sich letztes Jahr bei Stürzen Brüche und Prellungen zugezogen. Das muss unbedingt vermieden werden“, hielt die Landesrätin fest.

Ordnungsgemäße Schneeräumung ist gefordert

Gibt es keinen Gehsteig, muss der Straßenrand in einer Breite von 1 Meter von Eis und Schnee gereinigt werden. Diese Bestimmungen sind auch am Wochenende und an Feiertagen einzuhalten und unabhängig davon, ob man berufstätig ist oder nicht.

Haften kann man auch, wenn ein Unfall nach 22 Uhr passiert und darauf zurückzuführen ist, dass die Schneeräumung zu den vorgeschriebenen Zeiten nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Der Verantwortung kann man nur dann entgehen, wenn man diese Verpflichtungen vertraglich an jemanden anderen, etwa ein Schneeräumungsunternehmen, überträgt.

„Besteht im Rahmen der Eigenheimversicherung eine Deckung für Haftpflichtfälle, so empfehle ich bei Stürzen mit Personenschäden eine Schadensmeldung an die Versicherung zu machen!“, meinte Dunst.