Erstellt am 06. Februar 2012, 12:26

Schraufstädter-Gesellschaften melden Insolvenz an. Die Schraufstädter GmbH, ein Steinbruch- und Transportunternehmen mit Sitz im burgenländischen Wimpassing, hat am Montag beim Landesgericht Eisenstadt Insolvenz angemeldet und ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Die Firma soll Schulden in der Höhe von 6,4 Mio. Euro haben, teilte der KSV1870 in einer Aussendung mit. Dem gegenüber sollen Aktiva im Wert von 4,1 Mio. Euro stehen, allerdings stellen davon nur 995.000 Euro freies Vermögen dar. Das Tochterunternehmen Schraufstädter Betriebs GmbH in Eisenstadt und Loretto hat Konkurs angemeldet.

Die Schraufstädter GmbH betreibt Sand-, Schotter und Steingewinnung und führt Nah- sowie Ferntransporte durch. Außerdem betreibt das Unternehmen mehrere Deponien und befasst sich laut KSV1870 auch mit dem Recycling von Baureststoffen, mit der Deichgräberei, Baumaschinenverleih und Personal-Leasing. Als Ursachen für die Insolvenz wurden "massiver Preiskampf, fallende Rohstoffpreise für die Produkte aus dem Steinbruch und des Kieswerks sowie der markante Preisanstieg für Treibstoffe" genannt.

Die Firma beschäftigt derzeit 22 Dienstnehmer, weitere 16 Mitarbeiter sind bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden, haben aber noch offene Ansprüche für Dezember 2011. Die Schraufstädter GmbH will das Unternehmen fortführen und sich durch den Sanierungsplan entschulden. Der Sanierungsplanvorschlag lautet auf Bezahlung einer Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren ab Annahme.

"Der KSV1870 steht den Sanierungsbestrebungen des Unternehmens grundsätzlich positiv gegenüber, wobei jedoch erst zu prüfen sein wird, zu welchen Konditionen den Gläubigern eine Zustimmung zum Sanierungsplan empfohlen werden kann", hieß es in der Pressemitteilung.

Von den beiden Insolvenzfällen sind insgesamt etwa 200 Gläubiger betroffen. Zum Masseverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Martin Beck in Eisenstadt bestellt. Gläubiger können ihre Forderung ab sofort über den KSV1870 anmelden. Die Frist endet in beiden Verfahren mit 5. März.

Genaue Zahlen zum Tochterunternehmen Schraufstädter Betriebs GmbH liegen noch nicht vor. Derzeit sind noch zehn beschäftigten Dienstnehmer wurden bereits gekündigt, ihre offenen Ansprüche gehen bis November 2011 zurück.