Erstellt am 29. Juni 2012, 10:37

Schuldenstand per Ende März leicht gestiegen. Die Staatsschulden sind auch im ersten Quartal weiter gestiegen. Nach am Freitag veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria betrug die Verschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden zum 31. März genau 222,562 Mrd. Euro - das entspricht 73,5 Prozent der Wirtschaftsleistung und einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber Ende 2011.

Laut aktueller Budgetplanung soll die öffentliche Verschuldung noch bis inklusive 2013 ansteigen und danach wieder leicht sinken. Von der auf EU-Ebene vorgegebenen Verschuldens-Obergrenze von 60 Prozent der Wirtschaftsleistung ist Österreich damit meilenweit entfernt. Zuletzt lag die Republik 1992 - also noch vor Einführung des Euro - unter diesem Wert (konkret bei 55,8 Prozent). Für 2008 wäre eigentlich das Unterschreiten der "Maastrichtgrenze" vorgesehen gewesen, was wegen der Wirtschaftskrise allerdings scheiterte: Der Schuldenstand stieg von 60,2 Prozent des BIP im Jahr 2007 auf 72,2 Prozent Ende 2011 und im ersten Quartal 2012 weiter auf 73,5 Prozent.

Der Schuldenstand von Gemeinden und Ländern stieg neuerlich stärker als jener des Bundes: Die Gemeinden standen per Ende März mit rund 9,1 Mrd. Euro in der Kreide (plus 4,3 Prozent), die Länder mit 18,0 Mrd. Euro (plus 2,5 Prozent). Den höchsten Schuldenstand hat freilich der Bund mit 193,2 Mrd. Euro (plus 2,0 Prozent). Und das stärkste Plus gab es bei den Sozialversicherungsträgern, deren Verschuldung im ersten Quartal um 28,7 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro zulegte.