Erstellt am 11. Oktober 2011, 13:16

Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern im Land. In Österreich haben in den vergangenen Jahren immer mehr Bauern mit der Landwirtschaft aufgehört.

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist zwischen 2003 und 2010 um 11,4 Prozent auf 154.000 Betriebe zurückgegangen. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich um acht Prozent auf knapp drei Millionen Hektar. Das war der drittstärkste Rückgang in der EU.

Das geht aus vorläufigen Daten der Landwirtschaftszählung 2010 hervor, die am Dienstag vom EU-Statistikamt Eurostat in Brüssel veröffentlicht wurde. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Betriebe in allen 27 EU-Staaten um rund 20 Prozent auf über zwölf Millionen zurück, die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich aber nur um zwei Prozent auf 170 Millionen Hektar. Es gebe damit eine Tendenz hin zu größeren Betrieben, so Eurostat.

Die durchschnittliche Größe eines Betriebes betrug in der EU im Jahr 2010 rund 14 Hektar, gegenüber 12 Hektar pro Betrieb im Jahr 2003. In Österreich hat ein Betrieb im Schnitt eine Fläche von 19,5 Hektar.

Auf sieben EU-Mitgliedstaaten entfielen im vergangenen Jahr mehr als 80 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe und 75 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in der EU. Am meisten Betriebe wurden in Rumänien mit 3,9 Millionen gezählt, gefolgt von Italien mit 1,6 Mio. und Polen mit 1,5 Mio. Frankreich hat mit 27,1 Mio. Hektar die größte Agrarfläche, gefolgt von Spanien mit 23,8 Mio. Hektar und Deutschland mit 16,7 Mio. Hektar.

Die größten Rückgänge bei den Betrieben wurden in Estland mit minus 46,6 Prozent verzeichnet, gefolgt von Bulgarien mit minus 44,2 Prozent, Lettland (-34,4 Prozent) und Polen (-30,7 Prozent). Die landwirtschaftlich genutzte Fläche ging zwischen 2003 und 2010 in 18 Mitgliedstaaten zurück und erhöhte sich in neun. Die größten Rückgänge verzeichneten (Zypern -24,3 Prozent), die Slowakei (-9,4 Prozent zwischen 2003 und 2007) und Österreich (-8,0 Prozent) und die höchsten Anstiege gab es in Bulgarien (+24,7 Prozent), Lettland (+19,9 Prozent) und Estland (+18,0 Prozent).