Erstellt am 14. August 2012, 09:31

Semperit-Gewinn sank im ersten Halbjahr. Der börsenotierte Kunststoff- und Kautschukproduktehersteller Semperit AG Holding hat im ersten Halbjahr 2012 zwar seinen Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,9 Prozent auf 409,8 Millionen Euro gesteigert, das Betriebsergebnis (Ebit) sank im Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr aber wegen "konjunktureller Rahmenbedingungen" um 10,3 Prozent auf 37,5 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank in den ersten sechs Monaten 2012 um 4,3 Prozent auf 53,9 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Periodenüberschuss (Gewinn) sank von 25,5 Mio. Euro zum 1. Halbjahr 2011 um 6,6 Prozent auf 23,9 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2012. Daraus resultierte ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,16 Euro nach 1,24 Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres - ebenso um 6,6 Prozent geringer.

Beim Umsatz erzielte Semperit im zweiten Quartal mit mehr als 200 Mio. Euro den dritthöchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte. Die positive Umsatzentwicklung resultierte aus Preiseffekten, die Rohstoffpreise lagen im Vergleich zur Vorjahresperiode höher. Ein Mengenwachstum wurde im Segment Sempermed mit Operations- und Untersuchungshandschuhen erzielt.

Für das weitere heurige Jahr rechnet der Konzern mit keiner Verbesserung der Rahmenbedingungen. Eine "positive Dynamik der makroökonomischen Parameter" wird erst für 2013 gesehen. Das Umfeld bleibe konjunkturell schwierig, eine rasche Belebung der Nachfrage werde nicht erwartet - "lediglich die Fortsetzung des bestehenden Auftragsniveaus des 1. Halbjahres 2012".

Die Eigenkapitalquote belief sich zum 30. Juni auf überdurchschnittliche 59 Prozent. Die Eigenkapitalrentabilität lag hochgerechnet auf das Gesamtjahr mit 12,4 Prozent aber leicht unter dem 1. Halbjahr 2011, als dieser Wert 15 Prozent betragen hatte. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni auf 110,7 Mio. Euro.