Erstellt am 14. Juni 2011, 14:48

Shopping-Tourismus in Österreich boomt. Die Touristen in Österreich haben heuer im ersten Halbjahr deutlich mehr Geld für Shopping ausgegeben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Mehrwertsteuerrückerstatter Global Blue errechnete ein Umsatzplus von 27 Prozent. Ausländische Touristen ließen heuer jeweils durchschnittlich 356 Euro beim Shoppen in den heimischen Geschäften.

Das meiste Geld ließen nach wie vor die Russen im Land - ihre Ausgaben legten heuer um 42 Prozent zu. Allerdings hat sich die russische Einkäuferschicht verändert - es wird strenger kalkuliert. Die Szene dominiere nun eine qualitäts- und markenbewusste russische Mittelschicht, teilte der Country Manager von Global Blue Austria, Gerd Gfrerer, am Dienstag mit. Es würden mehr Refunds eingelöst, allerdings zu etwas nierigeren Durchschnittseinkaufsbeträgen. Ein russischer Tourist gab heuer im Schnitt 426 Euro aus - um 2 Prozent (7 Euro) weniger als in der Vorjahresperiode.

Aber auch die zweitplatzierten Chinesen erhöhten ihre Umsätze in Summe um 41 Prozent. Die Chinesen gingen weniger oft, dafür teurer shoppen - der Durchschnitt lag hier bei 460 Euro (plus 9 Prozent bzw. 39 Euro). An dritter Stelle rangierten die Schweizer (plus 24 Prozent).

Die ohnehin schon ausgabefreudigen Asiaten steigerten ihre Einkaufssummen heuer kräftig weiter - die größten Zuwachsraten beim Geldausgeben entfielen zum Halbjahr auf Urlauber aus Thailand (plus 80 Prozent). Die Taiwanessen gaben um 36 Prozent mehr aus, die Japaner um 12 Prozent. Bei den Durchschnittseinkaufsbeträgen führend waren heuer bisher die Thailänder mit 669 Euro je Tourist (plus 29 Prozent bzw. 151 Euro). Um rund 5 Prozent (10 Euro) weniger gaben hingegen die Kroaten in Österreich aus.

Die gefragteste Shopping-Destination in Österreich ist Wien. Alleine auf der Kärntner Straße erhöhten sich die Umsätze heuer zum Halbjahr laut Global Blue um 42 Prozent.