Erstellt am 13. Juli 2013, 00:43

Situation bei dayli weiter unklar. Der Masseverwalter der insolventen Drogeriekette dayli, Rudolf Mitterlehner, hat in der "ZiB2" gemeint, Ex-Chef Rudolf Haberleitner könnte für die ihm in Italien gestohlene eine Million Euro, "womöglich haftbar" sein.

Insgesamt meinte der Fachmann, es sei noch offen, ob es sich bei der derzeitigen Situation von dayli um eine "Schließung auf Raten" handle oder Ende Juli der Konkurs kommen müsse. Derzeit gehe es weiter um die Suche nach Investoren, er stehe selbst in Kontakt "mit einigen". Es sei möglich, dass es für die nun übrigen 522 dayli-Filialen und deren Mitarbeiter weitergehen könne. Von einem weiter reichenden Konzept seitens des neuen dayli Eigentümers Martin Zieger könne er, Mitterlehner, vorerst aber noch nichts berichten. Vorerst habe der Fokus "am Rechnen der Fortführung" von dayli gelten müssen. "Geht's irgendwie ohne weiteren Ausfall und in welcher Größe?"

Bei der einen Million Euro, die Ex-Chef Haberleitner in Italien gestohlen worden war, handelt es sich um eine Forderung im Insolvenzantrag. Ob das Geld nun vom Dieb oder Haberleitner gefordert werde, wollte Mitterlehner nicht ganz konkret beantworten. Er haben den Sachverhalt nur aus den Medien gehört und kenne ihn noch nicht ausreichend. Wenn es sich um Haberleitners Verschulden gehandelt haben sollte, dann sei dieser "wahrscheinlich haftbar", sagte der Insolvenzverwalter.

dayli-Neo-Eigentümer Zieger will für die verbliebenen 522 Filialen, das Lager in Pöchlarn und die Zentrale mit insgesamt rund 2.100 Mitarbeiter - zumeist Frauen - wie berichtet noch einen Investor finden. Bis Ende Juli sind 40 Mio. Euro notwendig. Heute wurde das Aus von 355 Filialen und damit der Verlust der Jobs von 1.261 Mitarbeitern bekannt.