Erstellt am 07. Dezember 2011, 15:42

Sozialbau wird trotz Krise wieder mehr bauen. Die Sozialbau AG, mit mehr als 47.000 Wohnungen Österreichs größter privater Hausverwalter, wird trotz der aktuellen Staatsschulden- und Wirtschaftskrise ab 2012/13 wieder mehr Neubauten errichten.

Dies kündigte Generaldirektor Herbert Ludl am Mittwoch an.

Der neu bestellte Vize-General Wilhelm Zechner sagte, erstmals seit längerem würden dann wieder mehr als 1.000 Wohnungen gleichzeitig in Bau sein, bis zur Fertigstellung dauert es jeweils zwei bis drei Jahre. 2011 gibt es jedoch weniger Baustarts, möglicherweise laufe es auch 2012 noch gebremst an.

Damit auch künftig einkommensschwächeren Menschen leistbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann, müsse an der Wohnbauförderung (WBF) festgehalten werden und zudem die Zweckbindung für diese Mittel wieder eingeführt werden, fordern die Sozialbau-Manager. Dass Bedarf da sei, zeige das Faktum, dass Wien - wo der Mietwohnungsanteil besonders hoch ist - jedes Jahr um rund 17.500 bis 18.000 Menschen wächst, so Ludl.

Kürzlich habe es bei einem Sozialbau-Vorhaben in Wien 60 Mal so viele Vormerkungen wie Wohnungen gegen, "das ist ein Rekord". Außerdem sollte den Gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV) der Erwerb und die Sicherung von Eigenkapital erleichtert werden, forderte er: "Das Eigenkapital ist die einzige Chance, um die sinkenden WBF-Gelder auszugleichen."

Die größte planerische und bauliche Herausforderung, vor der die Sozialbau aktuell steht, ist die Projektsteuerung für die Errichtung der ersten Tranche in der "Seestadt Aspern" mit zunächst 1.530 Mietwohnungen, wovon 706 die Sozialbau selbst errichtet. Die Gesellschaft steuert aber das gesamte Teilprojekt mit in Summe neun Bauträgern und dreizehn Architekten. Die Bestellung von Zechner (59) zum neuen Vize-Generaldirektor der Sozialbau erfolgte ausdrücklich aufgrund seiner bisherigen Leistungen für die erste Aspern-Bauphase.